Die Fugger - ohne das Handwerk undenkbar

Pressemitteilung

Lange Nacht 2009 1Lupe
(18.6.2009)(sko) Sei es die Wasserversorgung oder die handwerkliche Produktion - der wirtschaftliche Aufstieg der Fugger in Augsburg wäre ohne das Handwerk weit schwieriger gewesen. Zur Langen Nacht der Fugger am 20.06.2009 in Augsburg lädt auch das Schwäbische Handwerkermuseum (bei freiem Eintritt, auch ohne ‘Fugger'-Karte!) zu einer Reihe von Aktionen und Attraktionen!


Schwäbisches Handwerkermuseum feiert mit

19:00 Öffnung des Schwäbischen Handwerkermuseums und des Handwerkerhofes
Eine Oase der Entspannung und Momente der Beschaulichkeit im Rosengarten des Museums mit Getränken und Snacks.
19:30
20:30
21:30
22:30
Am Quell' der Prachtbrunnen - Führung durch den Kastenturm
Fast 500 Jahre befand sich die Zentrale der Augsburger Wasserversorgung im Brunnenmeisterhof - Die beispiellose Technik und die besondere Aufgabe des Kastenturms, der die Prachtbrunnen in der Maximilianstrasse sprudeln lies, ist zu bewundern (Dauer: ca. 20 min)
20:00
21:00
22:00
'Puppenspiel-Schmankerl'
Präsentiert vom Verein ‘Freunde des Augsburger Puppenspiels e. V.' (Dauer: ca. 15 min)
20:15
21:15
22:15
Vom Bader bis zum Schuhmacher - (Alte) Handwerksberufe lebendig gemacht
Führung durchs Handwerkermuseum. Vom Bader bis zum Schuhmacher, vom Posamentierer bis zum Zimmermann - Werkzeuge, Brauchtum und der Ehrenkodex früherer Handwerkergenerationen - eine faszinierende Welt wird lebendig (Dauer: ca. 40 min)


Mit Eintritt der Dämmerung

Die Besucher können sich verzaubern lassen und eintauchen in die goldene Insel der Altstadt mit Projektionen, Illuminationen und Lichtspielen im malerischen Brunnenmeisterhof (mit musikalischer Untermalung).

Das Fugger-Barchent wird beim Handwerkermuseum zum Kauf angebotenLange Nacht der Fugger
Dieses Handtuch ist aus einem sagenhaften Gewebe hergestellt, dem Barchent. Die Kette (Längsfäden) besteht aus Leinen, der Schuss (Querfäden) aus Baumwolle. Der Barchent kombiniert dementsprechend die hervorragenden Eigenschaften zweier Naturfasern: die Strapazierfähigkeit des Leinen mit der Geschmeidigkeit der Baumwolle.
Der Barchent war eine der großen technischen Innovationen des Mittelalters. Für die Fugger bildete er die Grundlage für ihren Aufstieg von einer Weberfamilie zur weltweit tätigen Handels- und Bankiersdynastie der Renaissance-Zeit. Ihr Stammvater Hans Fugger, der 1367 in Augsburg Bürgerrecht erhielt, verdankte vor allem der Kunst des Barchentwebens Ansehen und Wohlstand.
Das Handtuch, das käuflich zu erwerben ist, wurde nach der Tradition der Barchentweberei in klassischer Köperbindung hergestellt. Verwendet wurde ein mechanischer Unterschlägerwebstuhl des 19. Jahrhunderts aus der früheren Leinweberei Droßbach in Asbach-Bäumenheim. Entwurf und Realisierung lag in den Händen der Webmeister des Bayerischen Textil- und Industriemuseums Augsburg (tim).

tim - Eröffnung am 17. September 2009
Das Bayerische Textil- und Industriemuseum (tim) entsteht derzeit in den Hallen der früheren Augsburger Kammgarnspinnerei (AKS). Es ist das erste Landesmuseum in Schwaben. Mensch, Mode, Maschine, Muster - das tim erzählt Geschichte spannend und lebendig. Besucher können unter anderem die eigene Museumsweberei bestaunen. Im tim rattern historische Webstühle neben modernen High-Tech-Maschinen. Schlossertuch und Fugger-Barchent sind bereits jetzt wahre Verkaufsschlager! Das tim macht aber nicht Halt bei der Betrachtung der Textilgeschichte, sondern zeigt eindrucksvoll deren Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft. Eröffnung ist am 17. September 2009. Mit dem tim verbindet die Handwerkskammer für Schwaben nicht nur die räumliche Nähe, sondern auch die traditionellen Arbeitsweisen und Arbeitsansprüche, die für Qualität stehen.


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online seit 19. Jun 2009, aktualisiert am 22. Jun 2009

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