Neue Hochschule der Wirtschaft für Schwaben?

Pressemitteilung

Präsident der HWK Schwaben, Jürgen SchmidLupe
Präsident der HWK Schwaben, Jürgen Schmid

Ein Bericht im Bayernteil der Augsburger Allgemeinen vom 4. Mai 2010 mit der Überschrift „Hochschule für Handwerk und Handel – Wirtschaftskammern planen eigenes Angebot“ sorgte für Irritationen. Es wurde berichtet, dass die Handwerkskammer für Schwaben (HWK) gemeinsam mit der IHK Schwaben eine eigene Hochschule der Wirtschaft plane. Die Präsidenten der schwäbischen Hochschulen in Augsburg, Kempten und Neu-Ulm protestierten energisch.

"Was ist dran an einer gemeinsamen Hochschule der Wirtschaft?"

Diese Frage beantwortet Jürgen Schmid, Präsident der HWK Schwaben:

„Speziell vor dem Hintergrund, dass der Meisterbrief zum Hochschul – bzw. Universitätszugang berechtigt, haben wir uns mit der Thematik Hochschul-Studiengänge für Praktiker befasst. Bei unseren Unternehmen und bei den jungen Meisterinnen und Meistern ist ein bemerkenswerter Bedarf festzustellen.
Wichtig ist dabei, dass das Angebot berufsbegleitend ist und ein Vollzeitstudium die Ausnahme. Denn für unsere Interessenten ist die Bindung an ihre Berufe und ihre Betriebe von größter Bedeutung.
Auf diesem Sektor haben wir bereits seit 2005 sehr gute Erfahrungen mit
e-learning und in Kooperation mit der Steinbeis-Hochschule bieten wir seit Jahren ein Angebot für Betriebswirte des Handwerks zum Bachelor of Business Administration (BBA) im Fach Betriebswirtschaft an. Mit Erfolg - wir konnten jedes Jahr einen Studiengang starten.

Gespräche in alle Richtungen – noch ist nichts entschieden

Wir haben nun in alle Richtungen Gespräche geführt, auch mit der IHK Schwaben. Ein konkretes Planungsstadium haben diese Sondierungen der Wirtschaftskammern allerdings nicht erreicht. So war auch die Berichterstattung vom 4. Mai in der AZ nicht korrekt.
Vielmehr präferiert das schwäbische Handwerk derzeit die Zusammenarbeit mit den schwäbischen Hochschulen in Augsburg, Kempten und Neu-Ulm. Hier bestehen langjährige und vertrauensvolle Verbindungen, die durchaus zu Synergien führen können. Die Felder Maschinenbau und Elektrotechnik sind hier von besonderer Bedeutung und vor allem auch die Faserverbundtechnologie, die von der Hochschule Augsburg bereits angeboten wird.
Derzeit ist für das schwäbische Handwerk aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Die Verhandlungen dauern noch an."

online seit 11. Mai 2010, aktualisiert am 11. Mai 2010

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