"Wer in jungen Jahren seine Ausbildung mit einem Kammersieg krönen kann, hat bewiesen, dass er nicht nur leistungsfähig, sondern leistungsbereit ist," lobte Manfred Rudel, Präsident der Handwerkskammer (HWK) die Leistung von Schwabens besten Junghandwerkern. Die Teilnahme am Wettbewerb ist freiwillig. In seiner Festansprache stellte Rudel weiterhin fest: „Diese jungen Menschen übernehmen Vorbildfunktion in unserer Gesellschaft und sind dem Leistungsgedanken in besonderer Weise verbunden. Sie sind weit überdurchschnittlich - und sie sind oft pfiffig wie der „Ulmer Spatz", der den Ulmern zeigte, wie sie einen scheinbar zu großen Balken zum Bau des Ulmer Münsters durchs Stadttor bringen konnten."
Flexibilität und stetiges Vorankommen zählen
Solches Umdenken, solche Flexibilität und solcher Ideenreichtum seien in der heutigen Zeit besonders wichtig. Präsident Manfred Rudel zeigte sich in seiner Rede begeistert über die Nachwuchselite des Schwäbischen Handwerks, die mit viel Fleiß, Ausdauer, Mut und Beharrlichkeit diese Herausforderung sehr gut bewältigt hatten. Rudel ermunterte die Kammersiegerinnen und Kammersieger, konsequent „an ihrem beruflichen Haus weiterzubauen und ihre persönlichen Chancen zu erkennen. Es werden sich nur diejenigen durchsetzen, die offen sind für neue Orte und Formen der Arbeitswelt," betonte Rudel. Er forderte zu lebenslangem Lernen und zur Nutzung von Weiterbildungsangeboten auf. "Je zeitgemäßer Sie in Ihren Berufen sind, umso größer sind Ihre Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und Ihr persönliches Auskommen. Deshalb ist jeder von Ihnen gut beraten, auch über den Tellerrand hinauszuschauen und rechzeitig zu erkennen, wohin Entwicklungen gehen. "Das Handwerk bietet nach wie vor überaus interessante Aufgabengebiete und Entwicklungsmöglichkeiten," gab Rudel den Jugendlichen mit auf den Weg. Ebenso ermunterte er diese "Elite des schwäbischen Handwerks", aktiv das gesellschaftliche Miteinander zu gestalten und sich als Leistungsträger ihrer Verantwortung auf diesem Gebiet bewusst zu sein.
Beste praktische Arbeit Voraussetzung für Teilnahme
An dem Wettbewerb konnten sich Nachwuchshandwerker bis zu einem Alter von 23 Jahren, in Ausnahmefällen bis zu 25 Jahren beteiligen. Zur Teilnahme gemeldet wurden Absolventen der Gesellenprüfung 2007, die die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren jeweiligen Prüfungsbezirken abgelegt hatten. Während bei manchem Gewerk das zur Prüfung angefertigte Gesellenstück für den Wettbewerb ausreichte, mussten in anderen Berufen beispielsweise bei den Friseuren oder im Bau- und Nahrungsmittelhandwerk zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. Der Kammersieg ist gleichzeitig die Voraussetzung, an weiteren Berufswettbewerben teilzunehmen. So sind die nächsten Ebenen der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb.
Lobende Worte fand Kammmerpräsident Rudel für den scheidenden HWK-Mitarbeiter Georg Schneck, der den Leistungswettbewerb der schwäbischen Handwerksjugend über Jahre hinweg begleitete und organisierte. „Er war wie ein guter Hirte, der Jahr für Jahr seine Schäfchen zusammen führte und den jungen Menschen auch Mut machte, sich an dem Wettbewerb zu stellen". Insgesamt hatten scih in diesem Jahr über 300 Jugendliche am Leistungswettbewerb beteiligt.Silberne Ehrennadel für die Ausbilder
Besonderen Dank zollte Präsident Manfred Rudel den Ausbildern in den Unternehmen. „Hier werden gute Neigungen und Geschick erkannt und gefördert," betonte der Präsident in seiner Ansprache und danke allen Betrieben für ihr Engagement. Fünf Betriebe wurden mit der silbernen Ehrennadel des Schwäbischen Handwerks ausgezeichnet, weil sie mit dem diesjährigen Leistungswettbewerb den dritten Kammersieger stellten.