Frühzeitiger Dialog schafft Transparenz

Pressemitteilung

(26.07.2006, Pressemitteilung, treu) Zeit ist Geld! Diese Aussage gilt auch für Unternehmen, wenn sie sich entscheiden neu zu bauen, zu erweitern oder zu modernisieren. Denn ist der Entschluss einmal gefasst, sollen die Planungen schnellstmöglich in die Tat umgesetzt werden. Um nun Genehmigungsverfahren schneller und effizienter zu machen, hat die Regierung von Schwaben auf  Initiative der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) ein Aktionsprogramm gestartet, das die planungsrechtlichen Genehmigungsverfahren in Schwung bringen soll.
Ziel der „Schwabeninitiative zur Beschleunigung von Genehmigungs-verfahren“ ist es, die Bearbeitungszeiten bei den Kommunen, den Landkreisen und kreisfreien Städten, sowie der Regierung von Schwaben so zu straffen, dass kein Leerlauf für bauwillige Unternehmen entsteht.
Die Idee der Schwabeninitiative stammt ursprünglich aus der Beschleunigung von Immissionsschutzverfahren für Großbetriebe. Doch gerade für mittelständische Betriebe bietet dieses Instrument ganz erhebliche Vorteile. Diese verfügen oft nicht über Fachabteilungen, die sich mit diesen Fragen befassen, sondern meist ist es der Unternehmer selbst, der hier dafür sorgen muss, dass er ein kompaktes Eingabepaket für die Genehmigungsbehören zusammenschnürt. Dazu Kammer-präsident Rudel: „Die Handwerkskammer setzt sich stets für den Mittelstand, besonders für die Handwerksbetriebe ein und es ist uns sehr, sehr wichtig, dass hier unsere Unternehmen rasch und kompetent bedient werden."  So wurden die Unternehmensberater der Kammer häufig mit Klagen von Handwerksbetrieben konfrontiert, die sich darüber beschwerten, dass Baugenehmigungen nur schleppend und vielfach erst nach Monaten erteilt wurden. Dadurch wurde nicht nur der Beginn eines Baus verzögert, sondern im schlimmsten Fall wurden Bauvorhaben ausgesetzt, d.h. sie kamen gar nicht erst zustande. „Wenn wir im Schnitt Bearbeitungszeiten von 6 Wochen erreichen könnten, dann wäre das hervorragend,“ nennt Manfred Rudel die Zielvorstellung des schwäbischen Handwerks. Dazu müssen aber zum Start eines Bauvorhabens auch wirklich alle erforderlichen Unterlagen vorliegen.
 
5 Goldene Regeln für planungsrechtliche Genehmigungsverfahren
Damit die Unternehmen einen unkomplizierten Leitfaden an der Hand haben, wurden von einer Arbeitsgruppe der HWK Schwaben, IHK Schwaben, der Regierung von Schwaben und der Städte und Landratsämter "5 Goldene Regeln für planungsrechtliche Genehmigungsverfahren von Handwerks- und kleinen Industriebetrieben" erarbeitet. Diese sind praktisch in einem Flyer zusammen gefasst, der kompakt  Schritt für Schritt den Bauwilligen begleitet.
Diese lauten:
  1. Frühzeitige Kontaktaufnahme mit der Genehmigungsbehörde und eventuell mit den Fachbehörden
  2. Wahl eines geeigneten Planers und Beauftragung externer Gutachter
  3. Vollständigkeit und Qualität der Planunterlagen
  4. Notwendigkeit strategischer Überlegungen
  5. Aktive Verfahrenssteuerung und Beratung durch die Genehmigungsbehörde
"Wer sich von Anfang an genau an diese Regeln hält, hat beste Aussichten, schnell zu einer Baugenehmigung zu kommen," weiß Manfred Rudel und zeigt die Intention der Kammer auf, sich an dieser Initiative zu beteiligen. Verzögerungen sollen nun der Vergangenheit angehören, denn sowohl die Regierung von Schwaben, wie auch die Handwerkskammer (HWK) gaben ihre Zusage, sich als Ansprechpartner aktiv einzuschalten, wenn es bei einem Genehmigungsverfahren klemmt. "Schnelle Genehmigungsverfahren sind ein wichtiges Standort-Plus und hier müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Unternehmen in Schwaben mit dem besten Service zu versorgen," erklärt Rudel das Engagement der Handwerkskammer.


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online seit 26. Jul 2006, aktualisiert am 03. Nov 2006

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