Start des Ausbildungsjahres

Pressemitteilung

(31.08.2006, Pressemitteilung, treu) Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres startet die Handwerkskammer für Schwaben mit einem leichten Plus bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Bei der Kammer sind zum 1. September 2.339 Verträge über neue Ausbildungsverhältnisse in Schwaben eingetragen. Das entspricht einem Plus von 101 Verträgen bzw. 4,5% im Vergleich zum Vorjahr.
"Wir kämpfen dennoch weiter um jede Lehrstelle", versichert Manfred Rudel, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, "denn zum 1. September, dem Starttermin für das Ausbildungsjahr, ist noch längst nicht alles gelaufen." Der Ausbildungsmarkt ist im Herbst noch kräftig in Bewegung und vor diesem Hintergrund ist die Zahl der bislang eingetragenen Lehrverhältnisse nur eine Momentaufnahme.

Ausbildungsquote von 10,4% im schwäbischen Handwerk
Zufrieden zeigt sich Präsident Manfred Rudel mit der Ausbildungsquote im schwäbischen Handwerk. Trotz eines Rückgangs der Beschäftigungszahlen konnte die Quote von 10,4% Auszubildenden pro Betrieb gehalten werden. Die Kammer hat dafür eine Vielzahl von Anstrengungen unternommen. In den vergangenen Monaten wurden über 7.000 schwäbische Handwerksbetriebe persönlich, telefonisch oder schriftlich kontaktiert, um für zusätzliche Ausbildungsplätze zu werben.

HWK Schwaben investiert über 20.000,-- € in Aktivprogramm
Über 20.000,-- € hat die Handwerkskammer im Jahr 2006 in ihr "Aktiv-Programm für mehr Lehrstellen" investiert. Doch trotz der leichten Steigerung der Ausbildungsverhältnisse herrscht keine Euphorie. "Bilanz wird am Jahresende gezogen und wenn wir dann das Plus halten können, sind wir zufrieden", zeigt sich Rudel vorsichtig. "Gerade im Handwerk, das traditionell eine hohe Ausbildungsleistung vollbringt, ist die Bereitschaft auszubilden deutlich spürbar. Unsere Betriebe nehmen ihre Verantwortung für die Jugend sehr ernst und wenn es die wirtschaftliche Lage gestattet, dann bilden die Handwerksunternehmen auch aus." Mit Blick auf den demographischen Wandel ist es auch durchaus vernünftig, bereits heute für den betrieblichen Nachwuchs und die selbst ausgebildeten Fachkräfte zu sorgen. „Schon in wenigen Jahren werden unsere Betriebe wieder händeringend nach geeigneten Auszubildenden suchen“, ist sich Rudel sicher.

Flexibilität und Mobilität der Jugendlichen nötig
Momentan jedoch stellt Manfred Rudel fest: "Auch wenn zahlenmäßig ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage geschaffen wird, bedeutet dies noch lange nicht, dass auch alle Bewerber versorgt sind. Für die sogenannten "Traumberufe", wie zum Beispiel KFZ-Mechatroniker, stehen nicht endlos Plätze zur Verfügung und der Ausbildungsplatz direkt neben der Wohnungstüre ist eher selten. Ich appelliere deshalb nochmals intensiv an die suchenden Jugendlichen, auch vermeintlich weniger attraktive Angebote anzunehmen und weite Wege nicht zu scheuen".

Last-Minute-Börsen im Herbst
Ebenfalls weist er auf die Last-Minute-Börsen im Herbst hin, die in einer Gemeinschaftsaktion der Kammern und der Arbeitsagenturen noch die letzten unversorgten Jugendlichen in eine Ausbildung oder in eine Einstiegsqualifizierung bringen sollen. Alle jungen Leute, die bei den Arbeitsagenturen als unvermittelt gemeldet sind, werden dazu schriftlich eingeladen.

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online seit 31. Aug 2006, aktualisiert am 03. Nov 2006

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