Konjunkturbericht 3/2006
Pressemitteilung
(Pressemitteilung/ 08.11.06/ koh) Das schwäbische Handwerk profitiert von der derzeit guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Neben dem Export ist nun auch die Inlandsnachfrage in Schwung gekommen. 85 % der befragten Handwerksbetriebe beurteilen ihre geschäftliche Situation als zufriedenstellend. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als noch vor drei Monaten. Die gute Stimmung hat auch die krisengeschüttelte Bauwirtschaft erreicht. Die Bilanz am Arbeitsmarkt fällt allerdings bescheiden aus. Der Zuwachs an neuen Stellen ist nur gering.Auftragsbücher gut gefüllt
Vorgezogene Anschaffungen infolge der angekündigten Mehrwertsteuererhöhung haben den privaten Konsum – zumindest vorübergehend – verstärkt. Erfreulich ist, dass die Auftragsbücher weiter gut gefüllt sind. Die Reichweite der Auftragsbestände liegt unverändert bei 6,0 Wochen und verschafft den Firmen eine gewisse Planungssicherheit . Rund ein Viertel (23 %) der Firmenchefs konnte ein Umsatzplus verzeichnen. Im Bau- und Ausbaugewerbe meldeten sogar 30 % der Betriebe steigende Umsätze.
Forderungen: klare und verständliche Politik
Arbeitsmarkt weiterhin Sorgenkind
Der genaue Blick auf die harten ökonomischen Indikatoren zeigt jedoch Risse im positiven Stimmungsbild. Denn auch wenn die Umsatzzahlen einen Zuwachs verzeichnen, ist die Investitionsquote auf 25 % gesunken. Im Vorquartal lag die Quote noch bei rund 30 %. Die niedrige Investitionsquote macht deutlich, dass die Unternehmen zögern, ihren Maschinenpark in größerem Umfang zu erweitern oder zu erneuern, da sie skeptisch sind, ob sich dies auch in Zukunft rechnen wird. Gleichzeitig hat sich die Beschäftigungsdynamik wieder abgeschwächt. Nur noch 12 % der befragten Firmen haben zusätzliches Personal eingestellt (Vorquartal 16 %). Der Beschäftigungssaldo ist zwar weiterhin positiv. Der Zuwachs an neuen Stellen (+ 0,2 %; Vorquartal + 1 %) fällt aber insgesamt zu gering aus, um die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit deutlich zu senken.
Kritik an Arbeitsagenturen
Schon jetzt: Fachkräftemangel durch eigene Ausbildung begegnen
Um einem zukünftigen Fachkräftemangel vorzubeugen, setzt das Handwerk verstärkt auf Aus- und Weiterbildung. Jedes zweite Unternehmen plant, die eigene Ausbildung zu verstärken bzw. die Weiterbildung der Mitarbeiter auszubauen. Laut Hauptgeschäftsführer Wagner wird „das Handwerk auch zukünftig in die Ausbildung junger Menschen investieren.“Downloads
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online seit 08. Nov 2006, aktualisiert am 07. Mai 2007
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