Vollversammlung der Handwerkskammer für Schwaben

Pressemitteilung

(treu) „Das schwäbische Handwerk befindet sich im Aufwind.“ Dies verkündete Kammerpräsident Manfred Rudel vor der Vollversammlung der HWK Schwaben, die heute in Augsburg tagte. Dabei wurde auch der Haushalts- und Stellenplan 2007 sowie der Kammerbeitrag für die 24.000 schwäbischen Handwerksunternehmen einstimmig angenommen. Ebenso beschloss das schwäbische Handwerkerparlament die Ausdehnung des Beratungsangebotes der HWK in Nordschwaben, das künftig auch eine Anlaufstelle in Donauwörth haben wird. Weitere Schwerpunkte der Aussprache waren die positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt sowie die aktuelle politische Lage.

Die Stimmung im schwäbischen Handwerk ist gut und alle Konjunkturindikatoren deuten darauf hin, dass sich die Lage stabilisieren wird. „Wir gehen zwar davon aus, dass die Erhöhung der Mehrwertsteuer noch für gewisse Turbulenzen sorgen wird,“ so Rudel, „doch wenn die Belebung auf dem Arbeitsmarkt anhält, dann wird sich auch die Binnenkonjunktur, die ja für das Handwerk enorm wichtig ist, weiter erholen.“ Den erwarteten Konjunkturknick im 1. Quartal wird das Handwerk in den Folgequartalen hoffentlich ausgleichen können.

Stabiler Haushalt - stabile Beiträge
Bei einem Gesamtvolumen von 28 Mio. Euro ist der Haushalt der Kammer nach wie vor ausgesprochen stabil. Siegfried Kalkbrenner, Finanzchef der Kammer, machte deutlich, dass die geplanten Investitionen durch vorhandene Rücklagen solide finanziert seien. „Die geplanten Bauvorhaben können im vorgesehenen Zeitraster realisiert werden. Der stabile Haushalt ist das Ergebnis großer Sparsamkeit, kostenbewussten Arbeitens und eines kreativen Umgangs mit neuen Aufgabenstellungen," erläuterte Kalkbrenner. Auch der Stellenplan der Handwerkskammer bleibt mit rund 200 Mitarbeitern nahezu konstant.

Beratungszentrum in Nordschwaben erweitert
Im  Jahr 2007 setzt die Kammer weiterhin auf  ihre Beratertätigkeit für die schwäbischen Handwerksbetriebe. Neben dem bestehenden Beratungsstützpunkt in Nördlingen soll ab 2007 auch in Donauwörth ein Beratungszentrum eingerichtet werden. „Wir verfolgen ganz klar unsere Linie ein umfassendes und kompetentes Dienstleistungspaket für die schwäbischen Handwerksbetriebe anzubieten,“ erläutert Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner die Intention der Kammer zu diesem Schritt.

Schwäbisches Handwerk bei der Ausbildung „Spitze“
Besonders erfreulich stellte sich die Lage bei der Präsentation des Bildungsberichtes der Handwerkskammer während der Vollversammlung dar. Mit einem Zuwachs an Ausbildungsplätzen von 4,1% steht die HWK Schwaben an der Spitze der Bayerischen Handwerkskammern. Dort wurde die Zahl der Lehrstellen um durchschnittlich 3,4% erhöht. Hauptgeschäftsführer Wagner führt dies auf die permanente Werbung bei den Betrieben sowie die Stabilisierung am Arbeitsmarkt zurück. „Besonders stolz sind wir darauf, dass sich unsere Vollversammlungsmitglieder ‚richtig ins Zeug gelegt’ haben und innerhalb der letzten sechs Monate persönlich zusätzliche Ausbildungsplätze akquiriert haben,“ freute sich Wagner über das Engagement des schwäbischen Handwerkerparlaments. Noch in der Sommervollversammlung hatten sich die schwäbischen Handwerksrepräsentanten der freiwilligen Verpflichtung unterzogen selbst für Lehrstellen zu werben.

Mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen gefordert
Trotz der positiven Stimmung wurden innerhalb der politischen Diskussion weitere, mittelsstandsfreundliche Maßnahmen für das Handwerk gefordert. Neben einer raschen Umsetzung der Unternehmenssteuerreform wurde die steuerliche Entlastung bei den Personenunternehmen begrüßt. In Hinblick auf die Erbschaftssteuerreform wurde mehr Rechtssicherheit eingefordert. Der Kern der Erbschaftssteuerreform – die schrittweise Abschmelzung der Steuerschuld bei Betriebsfortführung über 10 Jahre – findet die volle Unterstützung des Handwerks. Maßnahmen, wie die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerksleistungen sollten nach Auffassung des schwäbischen Handwerkerparlaments noch attraktiver gestaltet werden. Bislang können Verbraucher max. 600 Euro pro Jahr von ihrer Einkommenssteuerschuld abziehen, wenn sie im abgerechneten Jahr handwerkliche Leistungen in Höhe von 3000 Euro in Auftrag gegeben haben. Dieser Steuerbonus soll auf 1000 Euro bei einer Auftragssumme von 4000 Euro erhöht werden.

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online seit 06. Dez 2006, aktualisiert am 06. Dez 2006

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