Handwerk spürt Streik im Güterverkehr

Pressemitteilung


(treu) Den Streik der Lokführer im Güterverkehr der Deutschen Bahn könnten bald auch die schwäbischen Handwerksbetriebe zu spüren bekommen. „Einige Tage können wir mit dem vorhandenen Material voll weiterarbeiten und so die Situation abfedern. Aber wenn die Versorgung z. B. mit Metallen nicht sukzessive weitergeht, dann wird es problematisch," erklärt Jürgen Schmid, Vizepräsident der Handwerkskammer für Schwaben und Inhaber von zwei Metallbau-unternehmen in Augsburg. Er befürchtet, dass durch Lieferengpässe die Produktion gefährdet wird. Doch auch der Abtransport fertiger Güter wäre schwierig. „Sollte der Streik andauern wären Transporte gefährdet" erwartet Schmid.


Im Handwerk sind besonders Unternehmen, die als „verlängerte Werkbank der Industrie" agieren, betroffen. In diesen Bereichen gibt es praktisch keine Lagerhaltung mehr, sondern die Produkte, gerade Sonderkonstruktionen werden „just in time" produziert. Doch auch die klassischen Handwerksunternehmen, wie Heizung- und Sanitärinstallateure, Dachdecker, Maler sind auf kontinuierliche Belieferung angewiesen. Hier werden viele Güter via Bahn über Express-Service ausgeliefert. „Gerade jetzt, wo die Konjunktur wieder in Schwung ist, sind Engpässe in der Materialbeschaffung problematisch," ärgert sich Schmid. So hoffen die schwäbischen Handwerksunternehmen auf eine rasche Einigung zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL.


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online seit 12. Nov 2007

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