Jahrestreffen - Schwäbisches Handwerk und Landräte aus Schwaben
Pressemitteilung
(21.11.07/koh) Die konjunkturelle Lage des Handwerks, sowie die Situation auf dem Ausbildungsmarkt und das „Megathema des Jahrhunderts", der Klimaschutz standen beim Jahrestreffen der schwäbischen Landräte mit der Führungsspitze der Handwerkskammer für Schwaben auf der Tagesordnung.
Hohe Energiepreise bremsen Handwerkskonjunktur
"Das Handwerk ist ein starker Wirtschaftsfaktor und fest in der Region verwurzelt. Deshalb ist für uns der Austausch mit den Ländräten überaus wichtig und unverzichtbar," freut sich Jürgen Schmid, Vizepräsident der Handwerkskammer für Schwaben, über das erfolgreiche Jahrestreffen.
Die noch vor wenigen Monaten positive Handwerkskonjunktur hat mittlerweile etwas an Schwung verloren. Schuld daran sind in erster Linie die sprunghaft gestiegenen Energiepreise und ein mittelbarer Kostendruck. "Handwerkliche Leistungen müssen für den Verbraucher attraktiv sein, um auch die Binnenkonjunktur entsprechend in Schwung zu halten," fordert Schmid und sieht in der Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen positive Impulse gerade für das Bau- und Ausbauhandwerk. So könnte Schwarzarbeit reduziert und zusätzliche reguläre Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden.
Schwäbisches Handwerk beim Lehrstellenzuwachs bayernweit Spitze
Besonders stolz ist die Handwerkskammer auf ein sattes Plus bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. "Mit 11,5% Zuwachs liegen wir 5 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der bayerischen Handwerkskammern," betont Vizepräsident Jürgen Schmid. "Alle Kräfte in unserem Haus haben sich für dieses Ergebnis mächtig ins Zeug gelegt und ich bin den schwäbischen Handwerksunternehmen für dieses überdurchschnittliche Engagement sehr, sehr dankbar. Ausdrücklich mache ich jungen Menschen, die noch keine Lehrstelle gefunden haben, Mut in ihren Bewerbungsaktivitäten nicht nachzulassen. Der Ausbildungsmarkt ist immer noch in Bewegung und ich rate den jungen Menschen dringend, persönlich bei den Unternehmen vorzusprechen."
Für die Zukunft plant die Handwerkskammer eine Kampagne zur Gewinnung von Auszubildenden, denn aufgrund des demografischen Wandels wird die Zahl der Schulabgänger bereits ab 2008 rückläufig sein. Das Handwerk wird daher mit der Herausforderung konfrontiert sein, leistungsfähige und leistungsbereite Absolventen für sich zu gewinnen.
Leitmotiv der HWK Schwaben 2008:Klimaschutz und Handwerk
Dass Klimaschutz und Handwerk unmittelbar zusammenhängen, erläuterte Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben. „Aktiver Klimaschutz bedeutet: gute Heizanlagen, dichte Fenster, Dämmung von Fassaden und pragmatische Umsetzung modernster Technologien. Wer sonst, wenn nicht das Handwerk, soll diese Herausforderung meistern?", lautete die Frage des Hauptgeschäftsführers. Handwerksbetriebe verfügen über das Know-how und die Qualifikation, technische Innovationen auf diesem Sektor marktgerecht umzusetzen. "Deshalb braucht es das moderne und bestens ausgebildete Handwerk an der Spitze der Entwicklung, wenn es um die Umsetzung von Klimaschutz geht," resümierte Wagner. Die Handwerkskammer für Schwaben hat deshalb das Thema Klimaschutz und Handwerk zum Leitmotiv für das Jahr 2008 erhoben.
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