Heimisches Bau- und Ausbauhandwerk profitiert vom Konjunkturpaket
Pressemitteilung
(Treu, 18.9.09) Die Auftragsvergabe im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets und die wirtschaftliche Lage im Handwerk standen beim Jahrestreffen der schwäbischen Landräte mit der Führungsspitze der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) auf der Tagesordnung.
Konjunkturpaket II - schwäbische Betriebe kommen zum Zug
¿Das Handwerk ist ein starker Wirtschaftsfaktor und fest in der Region verwurzelt. Deshalb ist der Austausch mit den Landräten für uns überaus wichtig und unverzichtbar," freut sich Jürgen Schmid, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, über das erfolgreiche Jahrestreffen. Das zentrale Thema beim diesjährigen Treffen war der Stand der Auftragsvergabe beim Konjunkturpaket II. Die Landkreise, die Städte und Kommunen in Schwaben haben für die Jahre 2009 und 2010 Bauaufträge im Wert von 204 Millionen Euro zu vergeben. Die Landräte konnten dazu Erfreuliches berichten. Die Regierung von Schwaben hat bislang für rund 80 Projekte die Finanzmittel freigegeben. Die bewilligten Gelder fließen vorwiegend in Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, zum Beispiel den Einbau von neuen, wärmedämmenden Fenstern. Bei der Auftragsvergabe kamen, so berichteten die Landräte, fast immer heimische Handwerksbetriebe zum Zuge. Landrat Kaiser (Oberallgäu) betonte, sein Amt habe ganz bewusst in Teillosen ausgeschrieben, so dass kleinere Handwerksbetriebe eine reelle Chance bei der Auftragserteilung bekommen. Man beschreite den Weg der Fach- und Teillosvergabe konsequent, auch wenn dies in den Bauverwaltungen etwas mehr Aufwand bedeute.
Handwerk zeigt sich in der Krise robust
¿Handwerksunternehmen dürfen nicht durch unnötige Hürden behindert werden," fordert Kammerpräsident Schmid. Insbesondere die Sicherstellung der Kreditversorgung und steuerliche Entlastungen sind Kernforderungen des Handwerks. Während die handwerklichen Metall- und Zuliefererbetriebe weiter von der Krise der Exportwirtschaft stark betroffen sind, ist die gegenwärtige Konjunktur in den Bau- und Ausbauhandwerken durchaus zufriedenstellend. Dadurch lässt sich auch erklären, dass manch ein Betrieb bislang wenig Interesse an den öffentlichen Ausschreibungen gezeigt hat. Diese Sorge bewegt gerade die Landräte, die befürchten, mangels Beteiligung schwäbische Betriebe Aufträge „nach außen" vergeben zu müssen. HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner fordert die heimischen Betriebe auf, sich trotz derzeit guter Auftragslage an den Ausschreibungen zu beteiligen. Denn eine Reihe von Aufträgen müssten oftmals nicht sofort, sondern erst im Frühjahr ausgeführt werden. Die Beteiligung an Ausschreibungen sei kein Buch mit sieben Siegeln, so Wagner. Firmen, die bisher bei öffentlichen Aufträgen abgewunken hätten, unterstützt die Kammer durch Informationen.
HWK gibt Tipps zu öffentlichen Ausschreibungen
Die HWK organisiert bereits zum zweiten Mal eine Veranstaltung zum Thema öffentliche Ausschreibungen. Zielgruppe sind vor allem Betriebe, die sich bisher noch nicht oder nur selten an öffentlichen Ausschreibungen beteiligt haben. Themen sind unter anderem Vergabeplattformen und Praxistipps für das Ausfüllen von Kalkulationsblättern. Die nächste Info-Veranstaltung ist für den 6. Oktober geplant.
Nachwuchs- und Fachkräftesicherung dringliche Zukunftsaufgaben
¿Mit einem Minus von 7,3 Prozent bei den neuen Lehrstellen sind wir deutlich besser als der Durchschnitt der bayerischen Handwerkskammern," betont Präsident Jürgen Schmid. „Alle Kräfte in unserem Haus haben sich für dieses Ergebnis ins Zeug gelegt und ich bin den schwäbischen Handwerksunternehmen für dieses Engagement dankbar. Es ist uns gemeinsam gelungen, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf dem Ausbildungsmarkt deutlich abzufedern. Ausdrücklich mache ich jungen Menschen, die noch keine Lehrstelle gefunden haben, Mut in ihren Bewerbungsaktivitäten nicht nachzulassen. Für unversorgte Bewerber organisiert die HWK Nachvermittlungsbörsen in ganz Schwaben. Der Ausbildungsmarkt ist immer noch in Bewegung. „Mit gezielter Nachwuchswerbung wollen wir den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen", so Präsident Schmid.
Krisenberatung der HWK Schwaben
Leider geht die Krise nicht an allen Betrieben spurlos vorüber. „Der rechtzeitige Griff nach dem Rettungsring ist entscheidend", erläuterte Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer das Konzept der HWK zur Unterstützung ihrer Betriebe in der Krise. Denn nur dann könne die Hilfe der HWK in den Bereichen Finanzierung, Recht, Personal und Weiterbildung optimal greifen. „Unternehmensanalyse, die Begleitung zu Bankverhandlungen, Krisencheck, Beratung zur Forderungssicherung und zu Themen wie Personalmanagement sind nur einige unserer umfangreichen Maßnahmen, die wir unseren Betrieben im Rahmen der Krisenberatung anbieten können," erklärte Wagner. „Mit einer Veranstaltungsreihe mit dem Schwerpunkt Finanzierung setzen wir unser Krisenberatungsangebot im Herbst fort."
HWK-Informationsveranstaltung
Thema: Konjunkturpaket II - Vergabe von öffentlichen Aufträgen
Praxishinweise für die Erstellung von beauftragungsfähigen Angeboten
Termin: Dienstag 6. Oktober 2009, Uhrzeit: 18 bis ca. 20 Uhr
Ort: Atrium der HWK Schwaben, Siebentischstraße 52-58, 86161 Augsburg
Kostenfrei!!!
Anmeldung bis 28. September unter Fax: 0821 3259 - 1568 oder E-Mail: sseidler@hwk-schwaben.de
Downloads
- PM Landrätetreffen 160909 - 180909 (
33 kB)
online seit 18. Sep 2009, aktualisiert am 29. Okt 2010
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