Nachhaltiges Wirtschaften - im Handwerk bereits Realität
Pressemitteilung
(treu) Die Weltbevölkerung platzt aus allen Nähten, der Ressourcen- und Energieverbrauch steigt ins Unermessliche, die Folgen des Klimawandels verheißen für die Lebensräume vieler Menschen nichts Gutes. Die Liste dieser Bedrohungen ist ellenlang und das Schlimmste daran ist – sie ist hausgemacht. „Dürfen wir vor diesen Herausforderungen so weiter wirtschaften wie bisher?“ fragte Jürgen Schmid, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben auf der Jahrespressekonferenz der Kammer, die das Themenfeld Nachhaltigkeit unter die handwerkliche Lupe genommen hatte. „Nein, wir müssen umdenken. Umweltaspekte, soziale Fragen und Wirtschaftlichkeit müssen ein intaktes Gefüge ergeben, das für die folgenden Generationen tragfähig ist. Vorreiter sind dabei Handwerksbetriebe, für die nachhaltiges Wirtschaften selbstverständlich ist.“
Regionalität spart Ressourcen
Der überwiegende Teil der Handwerksbetriebe bietet seine Produkte und Dienstleistungen regional. Das bedeutet kurze Wege, weniger Belastung durch Verkehrsemissionen, Nutzung regionalen Wissens und regionaler Ressourcen. Als Beispiel nannte Schmid die Nahrungsmittel-, sowie die Bau- und Ausbauhandwerke. Dies bringe auch Vorteile für die Beschäftigten in diesen Unternehmen. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen nicht wie Nomaden von einem Ort zum anderen ziehen. Das sichert persönliche Stabilität und gibt die Möglichkeit eine Lebensplanung zu erstellen und somit langfristig, positiv in unserer Gesellschaft zu wirken,“ lobte Schmid diesen wichtigen sozialen Aspekt handwerklicher Personalpolitik.
Inhaber garantieren für stabile Unternehmenszukunft
Da die meisten Handwerksunternehmen Familienbetriebe bzw. Inhabergeführte Firmen sind, übernehmen diese Betriebsinhaber auch persönlich Verantwortung für ihre Beschäftigten und einen gesicherten Fortbestand der Betriebe. In den allermeisten Fällen haftet ein solcher Unternehmer mit allem was er hat, er gibt dem Betrieb ein Gesicht und er steht dafür ein. „Das sind Vorteile, das sind Stabilitätsfaktoren, die für unsere Volkswirtschaft ein Reichtum sind,“ hob Schmid den Nutzen für Staat und Gesellschaft hervor. „Diese Unternehmen und ihre Mitarbeiter bezahlen ihre Steuern hier und sie konsumieren auch im Inland“.
Realen Werten verpflichtet
Im Gegensatz zur Finanzwelt, die sich vielfach von der Wirklichkeit abgekoppelt hat, schafft das Handwerk reale Werte und fühlt sich diesen auch verpflichtet. Somit hat das Handwerk gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise eine stabile Ankerfunktion wahrgenommen. Gerade durch die Energiewende erfährt das Handwerk eine zusätzliche Stärkung. Die Umstellung auf nachhaltige Energiesysteme wird ohne das Handwerk und seine individuellen Dienstleistungen nicht funktionieren. „Es gibt keinen anderen Wirtschaftszweig, der die Dienstleistungen rund um Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien so umsetzen kann, die das Handwerk,“ betonte Schmid.
Als Musterbeispiel dafür, dass nachhaltiges Wirtschaften höchst erfolgreich sein kann, stellte die Handwerkskammer das Gebäudereinigerunternehmen Breyer aus Buchenberg im Allgäu vor.
Seite aktualisiert am 26. Januar 2012, online seit 26. Januar 2012
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