Kommentar EEG

2011 - DHZ 24

Man möchte auf den Tisch hauen und laut ‘Sauerei!’ rufen.

Da beschließt die Regierung im Zuge der fraglos wichtigen Energiewende eine Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und flugs sichern sich die Lobbyisten der Großunternehmen Ausnahmeregelungen. Bei der Umlage, die dieses Gesetz vorsieht und bei den Netzentgelten werden sie massiv bevorzugt, 600 große Industriebetriebe zahlen sogar überhaupt nichts! Die Lackierten sind wie so oft die Privathaushalte und der gewerbliche Mittelstand, die durch die Bank mit drastischen Erhöhungen rechnen müssen. Von nahezu 400% ist hier die Rede. Mussten im Jahr 2009 noch 1,13 Cent/kWh für die Umlage bezahlt werden, wird bis 2013 von 4,74 Cent/kWh ausgegangen.

Keiner denkt an die Kleinen!

Niemand interessiert anscheinend, dass auch in Handwerksbetrieben ein enormer Energiebedarf herrscht und diese dramatischen Mehrkosten die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit massiv bedrohen. Nun ist Interessensarbeit der jeweiligen Verbände nicht verboten und ‘die Großen’ haben dies für ihr Klientel richtig gut gemacht. Doch ich frage mich, wer kümmert sich um die Kleinen – wo sind die Interessensvertreter der Bürger und des Mittelstandes? Und warum wurde diese Vorgehensweise klammheimlich und eilig abgenickt?

Die politisch Verantwortlichen und die Beamten in den Ministerien, die diese Gesetzestexte ausarbeiten hätten es in der Hand gehabt ‘Pro’ Verbraucher und Mittelstand zu stimmen anstatt erneut die Kleinen zu schröpfen.

Sauerei!

 

 

Seite aktualisiert am 20. Januar 2012online seit 20. Dezember 2011

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