Kommentar zum Fachkräftemangel (DHZ 8/2022)Alle Register ziehen

Auftragslage gut, aber wir finden keine guten Mitarbeiter. Diese Aussage von Handwerksunternehmern höre ich häufig, quer durch die Gewerke. In der Tat, der Mangel an Fachkräften ist für viele Unternehmen des Handwerks in der Zwischenzeit eine existentielle Frage. Bereits die Suche nach Auszubildenden ist oft schwierig. Der Markt an Fachkräften, speziell in den Bau- und Ausbauhandwerken, aber auch in den Nahrungsmittelhandwerken ist wie leergefegt. Die Unternehmen müssen daher wirklich alle Register ziehen und jede Möglichkeit ausschöpfen, um gutes Personal zu bekommen. Eine gezielte Zuwanderung sowie Anerkennungsverfahren für Menschen, die aus der Europäischen Union, aber auch aus Drittstatten kommen, ist von großer Bedeutung. 
Hier ist auch der Gesetzgeber in der Verantwortung, dass die Regelungen offener und die Entscheidungswege schneller funktionieren. Dann können so positive Instrumente wie die berufliche Anpassungsqualifizierung oder das Qualifizierungschancengesetz entsprechend eingesetzt werden und wirken. Darüber hinaus braucht es grundsätzlich eine Kultur der Offenheit, um in den Unternehmen und den jeweiligen Teams miteinander umzugehen. In den meisten Handwerksunternehmen ist dies gegeben. 

„Eine gezielte Zuwanderung sowie Anerkennungsverfahren für Menschen, die aus der Europäischen Union, aber auch aus Drittstatten kommen, ist von großer Bedeutung.“