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Applaus für die Regierung - ab 2020 zwölf Meisterhandwerke mehr

Pressemitteilung

Sicherung von Verbraucherschutz und Ausbildung

 

„Das ist eine hervorragende Entwicklung und wir begrüßen den Vorschlag aus den Koalitionsfraktionen für zwölf Handwerke die Meisterpflicht wieder einzuführen“, freut sich Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK).

Ab Januar 2020 soll in den Gewerken

  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger,
  • Betonstein- und Terrazzohersteller,
  • Estrichleger,
  • Behälter- und Apparatebauer,
  • Parkettleger,
  • Rollladen- und Sonnenschutztechniker,
  • Drechsler und Holzspielzeugmacher,
  • Böttcher,
  • Glasveredler,
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller,
  • Raumausstatter
  • Orgel- und Harmoniumbauer 

die Meisterpflicht das Kriterium für die Ausübung der handwerklichen Selbständigkeit sein. Wer also in diesen Gewerken ab 2020 einen neuen Betrieb gründet, muss nachweisen, dass der in diesem Handwerk über eine Meisterqualifikation verfügt. Für bereits bestehende Unternehmen gilt Bestandschutz. Damit erhöht sich der Zahl der meisterpflichtigen Handwerke auf 53 Gewerke, die in der Anlage A der Handwerksordnung (HwO) gelistet sind.

 

Im Jahr 2004 wurde unter der rot-grünen Bundesregierung von Gerhard Schröder die Novellierung der Handwerksordnung vollzogen. Trotz massiven Protesten und Demonstrationen aus dem Handwerk – auch die HWK Schwaben hatte mit hunderten von Teilnehmern an Demos in München teilgenommen – wurden diese herben Einschnitte durchgeführt. Die Handwerkorganisationen und Handwerksbetriebe hatten höchste Sorge, dass sich diese Entscheidung negativ auf  Ausbildung, Gewährleistung und Verbraucherschutz auswirken werde. 16 Jahre später bestätigen sich nun diese Befürchtungen und die Politiker rudern zurück.

 

„Wir sind froh darüber, dass diese falsche Entscheidung von den Verantwortlichen in der Politik erkannt wurde und der Meisterbrief eine enorme Stärkung erfährt“, betont Wagner. Besonders die Bayerische Staatsregierung habe sich im Bundesrat für die Wiedereinführung stark gemacht. „Nun hoffen wir, dass sich die Zahl der Auszubildenden und der Fachkräfte in diesen Handwerken wieder erholt, denn seit 2004 war diese massiv eingebrochen.“

Treutler Monika
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