Kommentar zu Karrierewegen im Handwerk (DHZ 5/2022)Beeindruckende Karriere im Handwerk

Immer wieder beeindruckt mich die Vielfalt und die unglaubliche Kreativität, die im Handwerk und seinen Berufen steckt. Der junge Kirchenmalermeister, der mit 22 Jahren seine Berufung und Lebensperspektive gefunden hat, ist ein glänzendes Beispiel für die Chancen, die das Handwerk bietet. Auf der soliden Basis einer handwerklichen Ausbildung lässt sich vortrefflich aufbauen und wer diese dann noch mit dem Meister krönt, dem stehen viele weitere Wege offen. Das reicht von der Selbständigkeit bis zum fachverwandten Studium.

Viel zu wenig sind diese Karrierewege im Handwerk publik. Denn bei den Verantwortlichen in der Politik, aber leider auch in weiten Teilen der Gesellschaft gilt der akademische Weg als die Königsdisziplin. Keine Rede von den vielen Bachelorabsolventen, die nicht die erwarteten, hochdotierten Jobs bekommen. Diese Fehler der Vergangenheit müssen zwingend behoben werden. Erste Ansätze, dass die duale Ausbildung wieder stärker in den Fokus des politischen Interesses gerückt wird, sind im Koalitionsvertrag zu erkennen. Das ist gut. Deshalb ist es unverzichtbar, dass tolle Wege im Handwerk öffentlich gemacht werden und diese Beispiele bei den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch in der Politik ankommen und angenommen werden.

„Auf der soliden Basis einer handwerklichen Ausbildung lässt sich vortrefflich aufbauen und wer diese dann noch mit dem Meister krönt, dem stehen viele weitere Wege offen.“