Corona, nichts als Corona

Kommentar zur aktuellen Corona-Lage (DHZ23/2021)

Der Blick auf die Themen unserer täglichen Arbeit ernüchtert mich. Zu zwei Dritteln beschäftigen wir uns mit Dingen, die in irgendeiner Form mit der Pandemie zu tun haben. Noch im Sommer herrschte Optimismus, dass die Geißel Corona in den Griff zu bekommen sei. Mahnende Stimmen, die eine vierte Welle prognostizierten, wurden in den Wind geschrieben. Auch weil Politiker im Bundestagswahlkampf standen und unbequeme Wahrheiten halt nicht so recht ins Bild passten. Jetzt holt uns diese Sorglosigkeit ein und die augenblickliche Situation ist verheerend. Die Inzidenzen schießen durch die Decke, der Impffortschritt bei Erstimpfungen kommt nicht so richtig in Schwung und das Gesundheitssystem mit allen tapferen Beschäftigten ist am Ende.

Für die Wirtschaft ist dies wieder ein herber Rückschlag. In vielen Handwerksbranchen fällt das Weihnachtsgeschäft flach, die Arbeit wird durch zusätzliche Regelungen massiv eingeschränkt. Gewerke wie die Friseure müssen sich glücklich schätzen, dass sie selbst in Hotspot-Gebieten unter 2G-Regeln arbeiten dürfen, wo sie doch bislang bereits erhebliche Umsatzeinbrüche wegstecken mussten. Dabei ist das Handwerk mit all‘ seinen Gewerken systemrelevant für unsere Gesellschaft.

Da darf man gespannt sein, ob die neue Regierung bahnbrechende Konzepte parat hat.

„Insgesamt ein Versagen der politisch Verantwortlichen auf ganzer Linie und – was noch schlimmer ist – ein Offenbarungseid in welch‘ beschämendem Zustand die einstmals so gerühmte deutsche Verwaltung ist.“