Einheitliche Linie fürs Recycling

Kommentar zum Baustoffrecycling (DHZ 12/2021)

Der Abriss von Gebäuden oder hübscher formuliert der Rückbau ist ein zeitaufwändiges und teures Verfahren. Sortenrein werden hier alte Baumaterialien getrennt und dem Recycling zugeführt. Das kostet richtig Geld.
Es ist höchst sinnvoll, wenn diese Riesenmengen an Material im Sinne der Kreislaufwirtschaft wiederverwendet werden und nicht teuer deponiert und entsorgt werden müssen. Eine Win-Win-Situation!
Knifflig wird es dann, wenn diese Materialien für die Kunden 2. Wahl sind, weil die Gesetzeslage ihren Einsatz erschwert und sie befürchten müssen, dass bei Veränderungen nochmals Entsorgungskosten entstehen. Da wird schnell aus „gut gemeint“ ein „schlecht gemacht“.
Angesichts des massiven Materialmangels am Bau, gewinnt das Recycling noch weitere Aufmerksamkeit. Bei größerer Nachfrage werden sich sicher auch die technischen Möglichkeiten der Aufbereitung verbessern und die Kosten geringer werden.
Deshalb braucht es für den Einsatz von Recyclingmaterial eine bundeseinheitliche Linie. Unterschiedliche Handhabung in den Bundesländern ist hier fehl am Platz und erweist der guten Idee einen Bärendienst.

„Baustoffrecycling ist aktiver Klima- und Umweltschutz und ein wesentlicher Beitrag zu Nachhaltigkeit.“