Förderung für Einsatz und Herz

Kommentar zur Unterstützung von handwerklichen Talenten (DHZ18/2021)

Die Handwerkskammer unterstützt junge Talente auf vielfältige Art und Weise. Die Hilfe bei der Beantragung eines Stipendiums zur Begabtenförderung ist ein Aspekt dabei, aber ein ganz wichtiger. Menschen wie Anna Rüdiger, die soviel Einsatz und Herz für ihr Handwerk zeigen, haben es mehr als verdient, anständig gefördert zu werden.
Das Beispiel der jungen Zwickauerin sollte ohnehin mehr Schule machen. Mit ihrer Flexibilität und ihrer Entscheidung, eine Ausbildung in Königsbrunn zu machen hat sie nicht nur die Grenze zwischen Sachsen und Bayern überwunden, sondern auch eine andere Grenze. Eine Grenze, die leider in allzu vielen Köpfen immer noch existiert. Abitur und dann eine Lehre? Für manche ist das geradezu unvorstellbar.
Die HWK Schwaben setzt sich gemeinsam mit ihren Partnern konsequent und vehement dafür ein, beruflicher Ausbildung einen höheren Stellenwert zu verschaffen. Dass Anna Rüdiger auf dem Gymnasium zahlreiche Orientierungskurse für ein Studium an einer Uni oder einer Hochschule hatte, aber keine Orientierung für eine Karriere im Handwerk, ist ein Armutszeugnis.
Und auch wenn die Begabtenförderung eine gute Sache ist, wäre es besser, wenn sie in den meisten Fällen erst gar nicht benötigt würde. Denn warum kostet berufliche Weiterbildung meist viel Geld, während es ein Studium oft für lau gibt? Das muss sich ändern.
Egal wer nach diesem Wochenende das Sagen in diesem Land hat. Wir als Handwerkskammer werden mit unseren Partnern weiter dafür kämpfen, dass sich das endlich ändert.

„Menschen wie Anna Rüdiger haben es mehr als verdient, anständig gefördert zu werden.“