Kommentar zur Friseur-Aktion im Ostallgäu (DHZ 4/2022)Handwerk ist sozial

Hut ab vor dem Friseurhandwerk im Ostallgäu! Das ist eine Aktion, der wirklich aller Respekt gebührt. Da beschließen Unternehmer, sich für die Pflegekräfte zu engagieren – und das in ihrer Freizeit und ohne, dass sie einen Euro daran verdienen. Vielmehr bringen sie noch Geld mit, denn Material, Raumkosten, zum Teil auch Personal müssen auch bezahlt werden. Das ist soziales Engagement der Extraklasse! In diesem Moment muss auch gesagt werden, dass gerade das Friseurhandwerk zu den Hauptleidtragenden dieser Pandemie gezählt hat. Wochenlang waren die Betriebe in den Lockdowns geschlossen. So musste Personal in die Kurzarbeit geschickt und auch laufende Kosten wie Raummieten u.a. weiterbezahlt werden.
Staatliche Unterstützungsgelder standen zwar zur Verfügung, aber oft dauerte es Wochen, bis diese bei den Unternehmen ankamen. Von den Sorgen, Ängsten und Nöten der Unternehmer ganz zu schweigen. Diese Handwerksbranche war richtig gebeutelt. Unter diesen Vorzeichen eine Aktion ins Leben zu rufen, die sich an die Menschen richtet, die in der Pflege tagtäglich enorme Belastungen schultern, ist höchste Anerkennung wert. Hier zeigt sich das besondere Gesicht des Handwerks. Es ist das Markenzeichen unseres Wirtschaftszweigs, dass nicht lange geredet, sondern schnell und pragmatisch gehandelt wird. Handwerk kann eben mehr als klatschen!

„Das ist soziales Engagement der Extraklasse!“