Herzlichen Glückwunsch!

Kommentar zum Kammersieg (DHZ19/2021)

Die Freude war unseren Kammersiegerinnen und Kammersiegern deutlich anzusehen. Nicht nur die Freude über den Etappensieg beim Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks, sondern auch darüber, dass dieser Sieg unter den derzeitigen Umständen in einer höchst angenehmen und freundlichen Atmosphäre gefeiert worden konnte.
Natürlich sind wir nicht in Dänemark, wo alle Beschränkungen bereits seit Wochen aufgehoben sind. Natürlich mussten die geltenden Corona-Auflagen eingehalten werden, was organisatorisch durchaus eine Herausforderung war. Aber alle waren zufrieden mit der Art und Weise, wie die Feier über die Bühne ging, und alle haben sich vorbildlich und geduldig an die Regeln gehalten. Das hat auch mit Verantwortung zu tun. Verantwortung wird unsere Nachwuchselite sicher auch künftig im jeweiligen Beruf übernehmen. Viele von ihnen werden irgendwann ihren Meister machen, einige werden ein eigenes Unternehmen gründen und damit auch Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern übernehmen. Sie werden dafür sorgen, dass der Staat über die Einnahmen verfügt, die beim Klimaschutz oder bei der Digitalisierung gebraucht werden.
Genau deshalb haben unsere Nachwuchshandwerker das Recht, die gleiche Verantwortung vom Staat einzufordern. Das betrifft vor allem auch die berufliche Bildung. Wenn unsere Kammersieger in ein paar Jahren ihren Meister machen, dann hoffentlich mit mehr Unterstützung von Seiten des Staates. Mittel- bis langfristig muss der Meister vergleichbar mit einem Universitätsstudium kostenlos sein, egal welche Parteien in nächster Zeit das Sagen haben.
Wir als Kammer werden uns weiter dafür einsetzen. Bis dahin wünschen wir unserem schwäbischen Nachwuchs aber erst mal viel Erfolg für die nächsten Stufen beim Wettbewerb und gratulieren nochmal herzlich zum Kammersieg!

 "Wenn unsere Kammersieger in ein paar Jahren ihren Meister machen, dann hoffentlich mit mehr Unterstützung des Staates."