Ist e-mobility alternativlos?

Kommentar zur E-Mobilität (DHZ 13/2021)

Alternativlos – was war in den letzten Jahren in der Politik nicht alles alternativlos? Aktuell ist es die E-Mobilität auf die die Bundesregierung mit aller Macht setzt.

Doch diese Technologie begleiten viele Fragezeichen. Passt die Reichweite? Woher kommen die Rohstoffe der Batterien? Kommt wirklich „grüne“ Energie, die aus regenerativen Energien gewonnen wird, zur Anwendung? Klar, solange der Strom aus der PV-Anlage, aus Wasserkraft oder vom Windrad kommt und regelmäßig verfügbar ist, ist E-Mobilität eine feine Sache. Doch so ideal sind die Bedingungen nicht oft. Die Ökobilanz sieht ganz anders aus, wenn Kohlekraftwerke den Strom liefern. Momentan pumpt die Bundesregierung viel Geld in diese Technik. Dann sind auch Nutzfahrzeuge, die nur in einem geringen Radius eingesetzt werden für Handwerksbetriebe interessant. Es zeigt sich auch, dass immer mehr Handwerker mutig und intensiv dabei mitmachen. Doch solange das Netz an Ladesäulen dünn, die Materialherkunft ungeklärt und die staatlichen Förderungen zeitlich limitiert sind, werden es diese Technologien schwer haben, sich im großen Stil durchzusetzen.

Viel geschickter und für die Betriebe effizienter ist es – wie übrigens beim Heizen – Alternativen in der Mobilität zu entwickeln und auch zuzulassen. Es hat wenig Sinn die E-Mobilität politisch zu pushen und gleichzeitig die Rahmenbedingungen zu vernachlässigen. Daran muss gearbeitet werden.

„So lange der Strom aus regenerativen Energien kommt, ist E-Mobilität eine feine Sache. Doch die Bedingungen sind nicht immer ideal.“