Kommentar zu ein gutes Team mit Zukunft

2016 - DHZ 6

Handwerk und Studium



Wer die Kombination Berufspraxis und Studium vorweisen kann, ist auf dem Arbeitsmarkt, speziell für technische Fachkräfte, gefragt. Auch aus diesem Grund streben immer mehr junge Menschen mit einer klassischen Ausbildung eine akademische Qualifikation an. Nicht nur das klassische Abitur führt an die Hochschulen, sondern eben auch andere Bildungswege. Und diese werden immer stärker genutzt.

Das finde ich gut!

Denn es zeigt, dass unser Bildungssystem inzwischen so durchlässig ist, dass eben „alle Wege nach Rom führen“. Heute müssen Kinder nicht mit aller Gewalt und viel Aufwand von der Grundschule direttissimo ins Gymnasium gepaukt werden. Vielfältige Möglichkeiten geben jungen Menschen auch die Chance reifer zu werden und sich bewusst aus der eigenen Erfahrung heraus für ein Berufsfeld zu entscheiden. Am Ende steht dann oft eine höhere Zufriedenheit im Arbeitsleben, denn diese Absolventen üben auch wirklich die Tätigkeit aus, an der sie Interesse haben und die ihnen Spass macht. Das kann sich nur positiv auf die Leistung und den Erfolg auswirken.

Mit der neuen Kooperation der HWK Schwaben mit der Hochschule Kempten konnten wir für unsere Gesellinnen und Gesellen aus dem Handwerk eine ausgezeichnete berufsbegleitende Möglichkeit für ein Studium schaffen. Besonders ist dabei, dass geprüfte Betriebswirte (HwO)nach dem Grundstudium im 5. Semester einsteigen können und so ihre bestehende Qualifizierung nutzen können. Dies bedeutet nicht nur eine Zeitersparnis, sondern auch eine Aufwertung vorangegangener Abschlüsse wie dem Gesellen- und Meisterbrief sowie dem geprüften Betriebswirt (HwO).



„Unser Bildungssystem ist so durchlässig, dass heute alle Wege nach Rom führen.“