Kommentar zu Handwerksboom...

2017 - DHZ 9

…aber es gibt auch Schattenseiten



Seit fünf Jahren ist der konjunkturelle Höhenflug des Handwerks nicht zu stoppen. Kaum spürbare, saisonale Rückgänge sind oftmals der Witterung geschuldet, aber im Großen und Ganzen beurteilt der überwiegende Teil der schwäbischen Handwerksunternehmen seine Geschäftslage mit gut bzw. zufriedenstellend. Was will man mehr?

Doch es gibt auch eine zweite Seite der Medaille. Das Handwerk spürt immer stärker den Mangel an Fachkräften. Das beginnt mit vielen Ausbildungsplätzen, die – sei es durch den demografischen Wandel, sei es durch den Akademisierungstrend – nicht zu besetzen sind. Gleichzeitig ist der Markt an tüchtigen Gesellen geradezu leer gefegt. Unternehmen, die expandieren möchten, haben Mühe, denn sie bekommen einfach nicht die geeigneten und gut ausgebildeten Mitarbeiter, die sie brauchen würden. Das personalintensive Handwerk braucht auch in Zukunft gut ausgebildete Menschen und kann diese nicht durch Maschinen und Technik ersetzen.

Zu spüren bekommen dies die Kunden. Wartezeiten sind bei Auftragsreichweiten von momentan acht Wochen an der Tagesordnung und dieser Trend wird sich noch weiter verstärken. Im Vorteil sind dann Auftraggeber, die schon seit Jahren enge Kontakte zu „ihrem“ Unternehmen haben und als Stammkunden bevorzugt bedient werden.



„Wartezeiten sind bei Auftragsreichweiten von momentan acht Wochen an der Tagesordnung.“