Kommentar zu Keimzelle für Unternehmertum

2015 - DHZ 21

Meister bilden die Basis

Der Auftaktslogan der Imagekampagne des Handwerks lautete: "Was wäre das Leben ohne das Handwerk?". Daran lässt sich sehr gut eine weitere Frage anknüpfen: "Was wäre das Handwerk ohne seine Meister?". Sie sind das Herzstück des Handwerks und des handwerklichen Unternehmertums. Mit der bestandenen Prüfung in der Tasche, öffnet sich für viele der jungen Meisterinnen und Meister der Weg in die handwerkliche Selbständigkeit.

Schließlich ist das Meisterprinzip die Basis für erfolgreiches Unternehmertum. Unsere Volkswirtschaft ist mittelständisch geprägt und dringend auf Unternehmensgründungen angewiesen. Für eine weitere prosperierende Wirtschaftsentwicklung sind Meisterbetriebe unverzichtbar. Hier werden Innovationen generiert, hier werden Arbeits- uns Ausbildungsplätze geschaffen und hier liegen die Potenziale für eine attraktive, erfolgreiche Marktwirtschaft.

Das Handwerk und der Mittelstand sind ganz wesentlich von inhabergeführten Betrieben geprägt, die in der Regel auch mit ihrem persönlichen Vermögen haften. Das sind Betriebe, die nicht auf den schnellen Gewinn aus sind, sondern die die langfristige Entwicklung des Unternehmens im Blick haben. In den Finanzkrisen der Vergangenheit waren es diese Firmen, die sich als stabile Anker unseres Wirtschaftssystems erwiesen haben und die, salopp gesagt, "den Karren wieder flott gemacht haben."

Vor diesen Hintergründen müsste den jungen Meisterinnen und Meistern, die per se zu Unternehmern ausgebildet wurden, deutlich mehr Wertschätzung entgegengebracht werden - vor allen Dingen auf der europäischen Ebene.

Dieses ständige Zündeln am Meisterprinzip ist unverantwortlich und inakzeptabel sowie volkswirtschaftlich widersinnig. Damit muss einfach Schluss sein.

"Dieses ständige Zündeln am Meisterprinzip ist unverantwortlich und inakzeptabel sowie volkswirtschaftlich widersinnig."