Kommentar zu klaren Leitlinien für unternehmerischen Erfolg

2015 - DHZ 13

Zukunft gestalten

... nicht nur verwalten

Mit seiner Gardinenpredigt an die Bundesregierung hat mir der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Holger Schwannecke, aus der Seele gesprochen. In der Wirtschaft läuft es gut und dennoch läuft politisch betrachtet vieles in die falsche Richtung. Die politischen Entscheidungen der vergangenen Monate sind oftmals zu kurz gesprungen, mit heißer Nadel gestrickt oder dem Koalitionskonsens geschuldet.

Doch gerade die inhabergeführten Unternehmen des Mittelstandes und des Handwerks brauchen Planungssicherheit und klare Leitlinien, an denen sie ihre unternehmerischen Entscheidungen ausrichten können. Verlässlichkeit und Bedingungen an denen sich die Firmen, aber auch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientieren können sind unverzichtbar für den Erfolg in der Wirtschaft. Doch daran hapert es gewaltig.

Das Thema Mindestlohn ist beispielsweise besonders ärgerlich. Hier werden den Betrieben bürokratische Hürden aufgehalst, die es überhaupt nicht bräuchte. Auch die Einführung der PKW-Maut kann nur als unsägliches Husarenstück bezeichnet werden. Sehenden Auges läuft die Regierung des immerhin potentesten europäischen Landes in eine EU-Klage hinein und bringt ein rechtskräftig verabschiedetes Gesetz nicht in die Umsetzung. Sollte es richtig "dicke" kommen, dann hat diese PKW-Maut gute Chancen in Deutschland niemals erhoben zu werden. Da fehlen mir die Worte.

Wer sich ob solcher Dramaturgie wundert, dass besonders junge Menschen das Interesse an politischen Vorgängen verlieren, der ist von der Realität weit, weit entfernt.

So wird die Zukunft nicht gestaltet, sondern nur verwaltet - und das ist einfach zu wenig. Wir stehen vor großen Aufgaben für die Zukunft und es darf nicht mehr gewartet werden, diese beherzt anzugehen.

 

"Planungssicherheit, Verlässlichkeit und klare Leitlinien sind unverzichtbar für unternehmerischen Erfolg."