Kommentar zu Richtig investieren

2016 - DHZ 8

Wachstum sichern

Volle Auftragsbücher und sehr gute Zukunftseinschätzungen begleiten das Handwerk nun schon seit Jahren. Dies ist höchst erfreulich.

Nötig ist allerdings gerade jetzt, dass kritisch hinterfragt wird, ob die politischen Weichenstellungen für unseren Wirtschaftszweig Handwerk auch passen und zukunftsfest sind. Durch die gute Konjunktur sprudeln die Einnahmen des Staates und nun gilt es, diese Situation intelligent zu nutzen und an den richtigen Stellen zu investieren.

So ist es positiv zu bewerten, dass für den Ausbau der Infrastruktur auf Straße und Schiene im Verkehrshaushalt nun deutlich mehr Gelder zur Verfügung gestellt werden. Nachdem die Situation auf der wichtigen A8 durch sechs Fahrspuren weitgehend entschärft ist, müssen, gerade die für das Handwerk wichtigen Verkehrsachsen der Bundesstraßen in Schwaben großzügig ausgebaut werden. Auch bei den Ausgaben für Flüchtlinge ist darauf zu achten, dass diese Menschen nicht nur alimentiert, sondern vielmehr ertüchtigt und in die Lage versetzt werden, möglichst schnell in den heimischen Unternehmen Fuß zu fassen. Sie müssen rasch für sich selbst sorgen können und sich in unsere Gesellschaft integrieren. Arbeit ist dazu das beste  Instrument. Deshalb ist es zwingend erforderlich, dass hier nicht das Gießkannenprinzip zur Anwendung kommt, sondern dass diese Maßnahmen koordiniert und - mit der Wirtschaft abgestimmt - durchgeführt werden.

Jetzt müssen aber auch die Hausaufgaben im Steuersystem, bei den Sozialversicherungssystemen und in der Bildungspolitik gemacht werden. Staatliche Ausgaben dürfen nur dort stattfinden, wo Zukunft gestaltet wird und Rahmenbedingungen entstehen, die Wirtschaft und Gesellschaft für ihre Weiterentwicklung brauchen. Jetzt in der Hochkonjunktur sind dafür Spielräume – aber das wird nicht ewig so bleiben!



„Nun gilt es die prosperierende Einnahmesituation intelligent zu nutzen.“