Kommentar zu Schnell fit für den Arbeitsmarkt

2015 - DHZ 20

Es braucht klare Konzepte

Der Zustrom von Flüchtlingen ist das beherrschende Thema und wird es auch auf längere Zeit bleiben. Viele Bürger reagieren mit Sorge auf die hunderttausende Menschen, die in ihrer Not aus anderen Kultur- und Lebenswelten zu uns kommen. Diese Ängste müssen ernst genommen werden und daher braucht es klare, unmissverständliche gesetzliche und rechtliche Regelungen wie mit dieser gewaltigen Herausforderung umzugehen ist.

Eine erfolgreiche Integration wird nur über den  Arbeitsmarkt gelingen, aber nur dann wenn bei der Sprachförderung, Berufsvorbereitung und Qualifizierung keine Zeit vertan wird und diese Menschen so rasch es geht in unseren Arbeitsprozess eingegliedert werden. Am Willen und der Einsatzbereitschaft der meisten Flüchtlinge mangelt es nicht. Doch es braucht klare Konzepte und Abläufe.

Die Handwerkskammer verfügt über eine hohe Kompetenz, Flüchtlinge und Asylbewerber auf eine handwerkliche Tätigkeit vorzubereiten und dann in den handwerklichen Arbeitsmarkt zu integrieren. Unser Wissen und unsere Netzwerke setzen wir gezielt für die Handwerksbetriebe in Schwaben ein.

Alleine allerdings können die Kammer und ihre Mitgliedsunternehmen diese Herausforderung nicht stemmen - und das ist auch nicht unser Auftrag. Es braucht die Verteilung auf viele Schultern. Hier ist die Politik gefordert und in erster Linie der Bund, der rechtliche Klarheit schaffen und entsprechende Mittel zur Verfügung stellen muss - und zwar schnell.  Dazu gibt es keine Alternative.

"Der Bund ist in der Pflicht."