Kommentar zu Sportler ins Handwerk

2016 - DHZ 4

Win-Win für beide Seiten

Leistungssportler als Azubis oder Mitarbeiter zu verpflichten, ist bisweilen mit Vorurteilen belastet. Von häufigen Fehlzeiten wegen Training oder Wettkämpfen ist die Rede, Ausfälle durch Sportverletzungen und zu wenig Konzentration auf die Arbeit, werden als Argumente ins Feld geführt.

Doch das kann man auch anders sehen!

Wenn ich die jungen Nachwuchssportler auf unserer jährlichen Berufsinfoveranstaltung treffe, dann erlebe ich disziplinierte, engagierte und vor allen Dingen interessierte Jugendliche, die außer Sport noch viel mehr im Kopf haben. Ein Firmenchef, der einen solchen Mitarbeiter einstellt, wird sicherlich davon profitieren und mit etwas Flexibilität und gutem Willen, sind terminliche Probleme zu meistern.

Doch auch die jungen Leute profitieren von einer Ausbildung im Handwerk. Denn nicht jedem gelingt es den Traum einer großen sportlichen Karriere zu verwirklichen. Die Realität sieht für die meisten Jugendlichen, die heute in den Nachwuchsmannschaften der Bundesligavereine spielen, anders aus. Großes Talent, extremer Trainingsfleiß und das berühmte Quäntchen Glück sind noch lange keine Garanten für eine lukrative, sportliche Laufbahn. Da braucht es eine solide berufliche Perspektive.

So ist das Engagement der beiden Bundesligaclubs

FC Augsburg und Augsburger Panther hoch zu loben, die sich konsequent darum kümmern, dass ihre Jugendlichen nicht nur im Sport Höchstleistungen erbringen, sondern dass mindestens das gleiche Gewicht auf Schule und spätere Berufsausbildung gelegt wird.

Hier verzahnt sich das Sportmarketing der Handwerkskammer für Schwaben mit den Interessen der Vereine zur klassischen Win-Win-Situation.





"Ein Chef, der Nachwuchssportler einstellt, wird sicherlich davon profitieren."