Kommentar zu Unternehmertum fördern

2016 - DHZ 9

... und damit Zukunft sichern

Der Frühlingsempfang der HWK Schwaben bot auch in diesem Jahr wieder eine hervorragende Plattform für die Gäste der Handwerkskammer, mit Persönlichkeiten aus der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft in Kontakt zu kommen. Solche Veranstaltungen dienen einerseits Vertretern der Handwerkswirtschaft zum Netzwerken, doch auch die HWK als Gastgeber nutzt solche Gelegenheiten sehr gerne, um politische Botschaften und Forderungen öffentlich zu machen und zu platzieren. Gerade in dieser konjunkturellen Hochphase müssen wir unsere Stimme erheben und darauf pochen, dass vorhandene Steuermittel auch in den richtigen Bereichen verwendet und bedeutende Zukunftsaufgaben angegangen werden. Neben Infrastrukturmaßnahmen heißt dies vor allen Dingen eine Sicherung des Unternehmensbestandes im Mittelstand für die kommenden Jahre. Junge Menschen, tüchtige und fähige Nachwuchskräfte müssen wieder Lust auf Unternehmertum und Selbständigkeit bekommen. Das kann nur gelingen, wenn das Klima für Gründer und Firmenchefs positiv ist. Daher müssen die Rahmenbedingungen passen und es muss attraktiv sein, sich mit dem eigenen Betrieb zu verwirklichen. Werden jedoch in Form von überbordender Bürokratie und einer hohen Abgabenlast den Betrieben Knüppel zwischen die Beine geworfen, dann braucht man sich nicht wundern, wenn am Ende Nachfolger für bestehende Betriebe fehlen und Neugründungen ausbleiben.

Deshalb müssen die politisch Verantwortlichen jetzt ihre Hausaufgaben in puncto Steuersystem, bei den Sozialversicherungssystemen und in der Bildungspolitik machen. Solange die Steuereinnahmen noch sprudeln, sind dafür Spielräume vorhanden.



"Junge Menschen, tüchtige und fähige Nachwuchskräfte müssen wieder Lust auf Unternehmertum und Selbständigkeit bekommen."