Kommentar zu Weltweit attraktiv

2016 - DHZ 22

Duale Ausbildung top



Handwerksbetriebe müssen oft große Anstrengungen unternehmen, um passende Azubis zu finden, die später als Fachkräfte in den Unternehmen arbeiten. Gerade Firmen, die in weniger gefragten Berufen ausbilden oder in Regionen abseits der Ballungszentren tätig sind, tun sich oft schwer geeignete Bewerber zu finden. Gleichzeitig ist unsere Ausbildung im Ausland sehr attraktiv. Damit Inländer und EU-Bürger nicht benachteiligt werden, gibt es klare Regelungen für Personen, die aus sogenannten Drittstaaten kommen und hier arbeiten bzw. eine Ausbildung machen möchten. Das ist völlig korrekt. So gilt u.a. der Grundsatz, dass Personen aus Drittstaaten nur dann hier tätig werden dürfen, wenn sie für sich selber sorgen können und keine staatlichen sozialen Leistungen beziehen. Das ist der große Unterschied zu Menschen, die in höchster Not zu uns flüchten und hier Asyl beantragen. Beide Personengruppen dürfen wir nicht durcheinander bringen.

Um den Fachkräftebedarf zu decken, sollten Betriebe auch in Betracht ziehen Personen aus anderen Staaten auszubilden und zu beschäftigen. Die Sorge der Firmen den „Papierkram“ nicht bewältigen zu können, lässt sich entkräften. Denn die Handwerkskammer verfügt über geschulte Experten, deren Aufgabe es ist, die Betriebe in diesen Fällen zu unterstützen. Mitarbeiter aus Drittstaaten werden den Fachkräftebedarf nicht auf einen Schlag beheben können, aber sie sind wie die Geflüchteten, ein weiterer Mosaikstein um ihn abzumildern.



"Betriebe sollten auch in Betracht ziehen Personen aus anderen Staaten auszubilden und zu beschäftigen."