Kommentar zur Chance Digitalisierung

2017 - DHZ 15/16

Wegweisend für das Handwerk

 

Es ist ein Meilenstein für das Handwerk: Mit dem Projekt „Handwerk Digital“ eröffnet sich für den Wirtschaftszweig eine neue Dimension. Denn erstmals arbeiten in einem Einzelprojekt Handwerk und Wissenschaft zusammen. Dafür nehmen das Bayerische Wirtschaftsministerium, die Handwerkskammern Schwaben und Unterfranken sowie das Fraunhofer IGCV viel Geld in die Hand. 

Ziel ist es am Beispiel des SHK-Gewerbes Prozessketten darzustellen, die dann auf andere Gewerke übertragen werden können. Zwar sind in Teilen schon 90% der Handwerksunternehmen „irgendwie“ digital unterwegs, doch richtig effizient wird es erst, wenn ganze Abläufe im Betrieb und in der Kunden-/ bzw. Lieferantenkette optimiert werden. Das reicht vom Aufmaß bis hin zur Rechnungsstellung. Prozesse im Unternehmen werden dadurch transparenter und auch effizienter. Neue Wertschöpfungsketten können generiert und somit auch die Angebotspalette erweitert werden. Das ist eine Entwicklung, die das Handwerk nicht verpassen darf. Es braucht daher diesen Brückenschlag zu Industrie 4.0.

In den Unternehmen wird das ernst genommen. Sie wollen sich auf die Digitalisierung vorbereiten. Das zeigt auch, dass der Digitalbonus Bayern gefragt ist. Jedes vierte Unternehmen, das diese Förderung bisher in Anspruch genommen hat, kommt aus dem Handwerk. Mit der  Aufstockung dieses Förderinstruments um weitere 100 Millionen Euro unterstützt das Wirtschaftsministerium das Handwerk enorm. Ich kann die Handwerksbetriebe in Schwaben nur ermuntern, diesen Bonus zu beantragen und sich für die Zukunft zu rüsten. Die Handwerkskammer ist hier an der Seite ihrer Mitgliedsbetriebe.



„Prozesse im Unternehmen werden durch die Digitalisierung transparenter und auch effizienter.“