Kommentar zur schwäbischen Handwerkskonjunktur

2015 - DHZ 3

Perfektes Fundament. Konjunktursonne lacht

Die Bauhandwerke erweisen sich erneut als Stütze der schwäbischen Handwerkskonjunktur. Ein starker Binnenmarkt und Verbraucher, die immer noch Lust am Investieren haben, tragen ein Übriges zur guten Situation bei. Zuversicht dominiert die Einschätzung der schwäbischen Handwerksunternehmen und die leichte Eintrübung bietet keineswegs einen Anlass zur Sorge.

Die Handwerkskonjunktur ist stabil, die Auftragsbestände, liegen über dem Niveau des Vorjahres und speziell die Ausbauhandwerke melden Spitzenwerte. Selbst die Bundesregierung hat in ihrem Jahreswirtschaftsbericht die Prognose für 2015 wieder erhöht. Deutschland hat im Export unverändert eine führende Rolle.

Dennoch ist jetzt Wachsamkeit angezeigt. Die Fachkräftelücke kann schnell zur Wachstumsbremse für das personalintensive Handwerk werden. Daher ist jeder Unternehmer gut beraten sich in der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber zu vermarkten und die Nachwuchswerbe-Aktionen des Handwerks und der Handwerkskammer zu nutzen.

Doch selbst Unternehmen die personell gut aufgestellt sind, müssen aufmerksam die globalen Entwicklungen verfolgen. Viele Handwerksbetriebe in Schwaben sind als Zulieferer internationaler Unternehmen tätig. Da wirkt der schwache Euro, der sinkende Ölpreis und der starke Schweizer Franken geradezu als Konjunkturprogramm, während die Schwäche im China- und Russlandgeschäft sich kontraproduktiv auswirken kann. Eine spannende wirtschaftliche Lage.

Wenn die schwäbischen Handwerksunternehmen nicht locker lassen bei der Erschließung neuer Märkte, bei der Entwicklung neuer Technologien und das Thema Nachwuchswerbung sicher im Blick haben, dann bin ich zuversichtlich, dass 2015 für das Handwerk ein gutes Jahr werden wird.

 

 "Jeder Unternehmer ist gut beraten, die Nachwuchswerbe-Aktionen des Handwerks und der Handwerkskammer zu nutzen."