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Konjunkturpaket soll Corona-Folgen abmildern

Mit einem Vier-Stufen-Plan will die Bundesregierung die Folgen der Corona-Pandemie für die Wirtschaft weiter eindämmen, die anhand einer aktuellen Umfrage im Handwerk nochmals deutlich werden.



Handwerk leidet weiter unter Corona-Folgen

Mit dem schrittweisen Hochfahren der Wirtschaft hat sich die Lage in vielen Branchen und Bereichen zwar etwas entspannt. Dennoch bleibt die Geschäftssituation bei den meisten Handwerksunternehmen schwierig. Die Betriebe kämpfen mit Stornierungen von Aufträgen, gestörten Lieferketten, fehlendem Material oder sind weiter von den Folgen kompletter oder teilweiser Betriebsschließungen betroffen. Die Krise ist also beileibe nicht ausgestanden. Dies zeigen die Ergebnisse der bundesweiten Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Mitte Mai vom Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) durchgeführt wurde und deren Ergebnisse auch für Schwaben vorliegen.

So berichten quer über alle Branchen 58 % der befragten schwäbischen Firmen von Umsatzeinbußen. Besonders stark betroffen sind Dienstleister wie Friseure, die Gesundheits- und Lebensmittelhandwerke, aber auch das Kfz-Gewerbe. Zwischen 75 % und 90 % der Betriebe aus den genannten Branchen verzeichnen Umsatzrückgänge. Nicht ganz so stark betroffen sind die Bau- und Ausbauhandwerke (37 % bzw. 48 % der Firmen mit Einbußen). Danach gefragt, wie hoch die Umsatzeinbußen im Einzelnen ausfallen, ergibt sich folgendes Bild: Im Durchschnitt betragen die Umsatzausfälle rund 40 %. Nicht alle Betriebe sind jedoch gleich stark betroffen, je nach Handwerksbranche variieren die Werte. Während in den verbraucher- und konsumnahen Gewerken wie z. B. den Optikern die Umsatzausfälle rund 60 % ausmachen, betragen sie bei Schreinern oder Elektrikern aus dem Ausbaugewerbe 35 % und im Bauhauptgewerbe 27 %.



Bundesregierung kündigt Konjunkturpaket an

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Anfang Mai einen Vier-Stufen-Plan angekündigt, mit dem die Folgen der Corona-Pandemie für die Wirtschaft weiter abgemildert werden sollen:

  • Erstens sollen die bestehenden Programme optimiert werden.
  • Zweitens soll es Sofortmaßnahmen für die besonders stark von der Krise betroffenen Branchen geben, wozu auch die Steuersenkung für die Gastronomie gehört.
  • Drittens plant die Bundesregierung ein Konjunkturprogramm.
  • Und viertens sollen mit gesetzlichen und strukturellen Regelungen die Betriebe entlastet werden.

Das Handwerk befürwortet die Absichten der Bundesregierung und fordert hier einen branchenunabhängigen und umfassenden Ansatz mit einem Dreiklang aus Investitionen in die Infrastruktur, Förderung von Innovationen und einer Entlastung der Betriebe. Das Handwerk wird die Diskussion weiter verfolgen und seine Vorschläge nachdrücklich fortlaufend einbringen. Das Programm soll Anfang Juni vorgestellt werden.



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