Jan Becke

Neue Gewerbeabfall-Verordnung tritt am 1. August 2017 in Kraft

Information

Was ist neu?

Ziel der neuen Verordnung ist die Anpassung an die 5-stufige Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und damit auch, höhere Recyclingquoten zu erreichen. Dazu wurden neue Abfallfraktionen definiert, die künftig getrennt zu halten sind. Außerdem werden umfangreiche Dokumentationspflichten für Erzeuger und Besitzer des Abfalls gefordert.

 

Gewerbliche Siedlungsabfälle:

Zu den bisher bereits getrennt zu haltenden gewerblichen Siedlungsabfällen kommen nun noch die Abfallfraktionen Holz und Textilien dazu. Die Getrennthaltung ist außerdem zu dokumentieren, beispielsweise über Fotos, Wiegescheine oder Lagepläne.

 

Bau- und Abbruchabfälle:

Zu den bisher bereits getrennt zu haltenden Abfällen müssen künftig zusätzlich Holz, Dämmmaterial, Bitumengemische und Baustoffe auf Gipsbasis getrennt gesammelt werden. Damit werden auf Baustellen bis zu 10 verschiedene Behältersysteme notwendig. Jede Baustelle, auf der eine Abfallmenge von mehr als 10 Kubikmeter anfällt, ist einzeln zu dokumentieren.

 

Ausnahmen:

Ist eine Getrennthaltung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich unzumutbar, kann von der Trennung abgewichen werden. Die Abweichung ist allerdings ebenfalls zu dokumentieren und zu begründen.

 

Hilfen für Handwerksbetriebe:

Derzeit sind mehrere Organisationen des Handwerks damit beschäftigt, kostenfreie Dokumentationshilfen für Handwerksbetriebe zu erstellen. Da die Verordnung erst im April 2017 erlassen wurde, war allerdings der Vorlauf zu kurz, um die Arbeitshilfen bis zum Inkrafttreten der Verordnung am 1. August fertigzustellen. Die Hilfen werden voraussichtlich im Herbst 2017 endgültig fertiggestellt sein.

 

Den vollständigen Verordnungstext sowie einen Informationsflyer des ZDH finden Sie im Downloadbereich. Gerne informiert Sie unsere Unternehmensberaterin  Frau Melanie Martin über den aktuellen Stand der Dinge.

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