Kommentar zur Nachhaltigkeit im Handwerk (DHZ 1-2/2022)Schnittstelle für Nachhaltigkeit

Damit die Wasserstofftechnologie in der Fläche funktioniert, ist das Handwerk unverzichtbar. Denn es sind Handwerksbetriebe, die Gebäude, Heizungen, Fahrzeuge mit dieser Technik ausstatten und später auch notwendige Serviceleistungen erbringen.
Leider wurde von der Politik viel zu spät zur Kenntnis genommen, dass das Handwerk mit seinen pragmatischen Lösungsansätzen und dem direkten Kontakt zu den Kunden und zum Endverbraucher ein wichtiger Akteur ist, damit der Umbau der Energieträger in der Breite erfolgreich ist.
Das autarke Wasserstoffhaus ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie kreativ Handwerksunternehmen agieren und wie mutig sie ihre Ideen dann in der Praxis umsetzen.
Das Handwerk ist die wesentliche Schnittstelle, um die Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen. Die erforderlichen Kompetenzen sind bei den Unternehmen verankert und der Etablierung dieser attraktiven und umweltfreundlichen Technologie steht eigentlich nichts im Wege.
Eigentlich – denn immer noch sind die Rahmenbedingungen zu wenig klar. Förder- und Investitionsprogramme müssen stärker auf die kleinen und mittleren Betriebe des Handwerks zugeschnitten sein und auch für die Verbraucher muss klar sein, wie Investitionen in diese Technologien bezuschusst und gefördert werden. Da braucht es Verlässlichkeit und kein endloses „mal so, mal anders“. Klar ist auf jeden Fall, dass finanzielle Anreize erforderlich sind. Klimaschutz kostet viel Geld – das muss uns allen klar sein.

"Das Handwerk mit seinen pragmatischen Lösungsansätzen und dem direkten Kontakt zu den Kunden und zum Endverbraucher ist ein wichtiger Akteur beim Umbau der Energieträger“.