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Fred Schöllhorn

Schwaben muss Wachstumsregion bleiben

Pressemitteilung

Beim 16. Forum Zukunft Schwaben geht es um die Zukunftschancen der Region

 

(treu) Schwaben ganz oben! In den letzten Jahren hat sich unsere Region zu einem hochklassigen Produktions- und Technologiestandort etabliert. Trotz der überwiegend ländlichen Struktur besticht Schwaben durch eine hohe Wettbewerbsfähigkeit.

Um weiterhin auf diesem starken Niveau zu bleiben, haben sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Handwerkskammer (HWK) beim 16. Forum Zukunft Schwaben mit den Entwicklungspotenzialen der Region beschäftigt.

 

Bei diesem jährlich stattfindenden Treffen diskutieren die beiden Kammern mit dem Bayrischen Wirtschaftsminister. „Die Unterstützung von Innovationen, der Infrastrukturausbau, die Förderung von Gründern und insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen sind für uns ein zentrales Anliegen“, stellte Staatsminister Franz Josef Pschierer fest, auch wenn das Umfeld jetzt eher schwieriger werde.

 

Vor rund 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erklärte Dr. Andreas Kopton, der Präsident der IHK: „Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht in den Strudel der Krisen geraten. Voraussetzungen dafür sind Optimismus und Engagement.“ Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben nannte es vordringlich, „gemeinsam mit der Politik die richtigen Weichenstellungen für eine erfolgreiche Zukunft vorzunehmen.“

An der abschließenden Diskussionsrunde mit dem Minister nahm auch der Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, Dr. Gregor Peter Schmitz teil. Die Veranstaltung wurde von Angie Stifter moderiert.

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Fred Schöllhorn

 

Hohe Standortqualität



Schwaben ist ein Land mit stabilen Grundvoraussetzungen. Die Infrastruktur auf der Straße ist inzwischen gut ausgebaut, doch müssen weitere Lücken in den kommenden Jahren rasch und konsequent geschlossen werden. Auch beim Bahnausbau darf die Region nicht hinterherhinken. Die Strecke Ulm-Augsburg als Teil der Magistrale muss vorrangig modernisiert werden. Dies bildet die Basis für einen lückenlosen Verkehr und ist für die Erreichbarkeit in einer Logistikregion zentral.

 

Flächenverbrauch in der Kritik



Die Folgen des Wachstums und expandierender Unternehmen stoßen in Teilen der Bevölkerung auf Unbehagen und Kritik. Unter dem Label „Betonflut eindämmen“ ist ein Volksbegehren gegen den hohen Flächenverbrauch geplant. Hier kollidieren die Vorstellungen der Wirtschaft mit den sicher auch berechtigten Anliegen der Bürger. Eine verstärkte kommunale Kooperation oder Flächenrecycling seien Möglichkeiten gegen die Zersiedelung der Landschaft vorzugehen, betonen die Wirtschaftskammern.

 

Fachkräftesicherung bleibt Dauerbrenner



Fachkräfteengpässe und der demografische Wandel erfordern eine starke Fokussierung auf den Sektor Bildung. Die Wirtschaft braucht vor allem tüchtige Nachwuchskräfte aus dem gewerblich-technischen Bereich. Die beiden Wirtschaftskammern halten daher das Modell des dualen Ausbildungssystems sehr hoch und zeigen mit Kampagnen und Veranstaltungen die große Attraktivität der beruflichen Bildung auf. Kontraproduktiv wirkt hier die politisch-verordnete Über-Akademisierung der Bildung. „Wer jahrelang den Menschen predigt, dass Lebensglück nur mit Abi und Studium funktioniert, der braucht sich nicht wundern, dass die berufliche Bildung dabei nur der zweite Sieger ist“, sagt Rauch plakativ.

 

Weltpolitik beeinflusst Region



Neben den heimischen Standortfaktoren verändern auch globale, politische Einflüsse die Wettbewerbsbedingungen vor Ort. Die Einführung von Zöllen durch den amerikanischen Präsidenten, das Russlandembargo oder der anstehende Brexit machen den exportorientierten Unternehmen zu schaffen. IHK-Präsident Kopton ist dennoch zuversichtlich: „Bislang haben es unsere Unternehmen geradezu beispielhaft geschafft, veränderte Bedingungen auf internationalen Märkten zu kompensieren“.

 

Digitalisierung verändert Märkte und Geschäftsfelder



Die Einführung digitaler Prozesse wird auch weiterhin das entscheidende Zukunftsthema für die Wirtschaft sein. Dafür müssen die Unternehmen gerüstet sein. Dabei geht es um die Förderung bestehender innovativer Ansätze, den Ausbau eines flächendeckenden Breitbandnetzes und auch die Bildung eines Hochschulnetzwerkes.

 

Uniklinikum ein Meilenstein



Der Zugang zu modernen Technologien ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. So wird dem Ausbau der wissenschaftlichen Infrastruktur hohe Priorität eingeräumt. Mit dem Ausbau des Zentralklinikums Augsburg zum Uniklinikum und den Schwerpunkten Umweltmedizin und Medizininformatik kann sich die Region in Forschung und Lehre profilieren.

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