Tolle Konjunktur - aber der Fachkräftemangel drückt

Kommentar zur wirtschaftlichen Lage des schwäbischen Handwerks im 1. Quartal 2019 (DHZ 9/2019)

Tolle Konjunktur



Während es rundum, speziell in Branchen wie der Luftfahrt oder dem Automobilbau, kriselt, zeigt sich die Konjunktur im Handwerk nach wie vor stabil und auf höchstem Niveau. Die Unternehmen geben alles, um die vielen Aufträge abzuarbeiten und ihre Kunden zufrieden zu stellen. In dieser Lage spüren die Firmen den Fachkräftemangel enorm.  Denn der Markt an guten geeigneten Mitarbeitern für das Handwerk ist wie leergefegt. Zwar hat der Einzug digitaler Techniken ins Handwerk Arbeitserleichterungen bewirkt, doch ein Befreiungsschlag für den handwerklichen Arbeitsmarkt ist dies nicht.

Von politischer Seite her lassen in die Zukunft gerichtete Aktivitäten auf sich warten. Beim Thema Einwanderungsgesetz geht nicht wirklich etwas voran und die Hürden für die Beschäftigung von nicht EU-Bürgern sind auch mit dem geplanten Gesetz immer noch hoch. Jetzt rächt sich auch die Strategie, die akademische Bildung lange einseitig favorisiert zu haben, was die Besetzung von Ausbildungsplätzen nicht einfacher macht. Für die Kunden bedeutet dies, sich auf lange Vorlaufzeiten einzustellen. Ein mögliches höheres Wirtschaftswachstum wird ausgebremst.



"Jetzt rächt sich auch die Strategie, die akademische Bildung lange einseitig favorisiert zu haben."