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Topkonjunktur im schwäbischen Handwerk - Zweite Quartalsumfrage

Pressemitteilung

(koh) Breite Zuversicht und überwiegend zufriedene Gesichter – so lässt sich das Ergebnis der zweiten Konjunkturumfrage der schwäbischen Handwerkskammer zusammenfassen. Niedrige Zinsen und die rege Konsumlaune der Verbraucher schaffen günstige Rahmenbedingungen für die heimischen Handwerksunternehmen. Volle Auftragsbücher und eine positive Umsatzentwicklung lassen die Zahl der Stellen ansteigen. Die Aussichten für das dritte Quartal werden ebenfalls optimistisch beurteilt.

Bau und Ausbau liegen vorne

Quer über alle Branchen bewerten 92 % der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend. 8 % sind mit ihrer Situation unzufrieden. Die weiter steigende Nachfrage nach Immobilien, vor allem in den Wachstums- und Ballungsräumen, sowie hohe öffentliche Investitionen in den Infrastrukturausbau sorgen in den Bau- und Ausbauhandwerken für gute Geschäfte und eine hohe Auslastung. Im Branchen-Vergleich liegen sie an der Spitze. 97 % der Ausbaubetriebe und 94 % der Firmen aus dem Bauhauptgewerbe sind optimistisch gestimmt. Auch die gewerblichen Zulieferer und die Kfz-Gewerke geben positive Rückmeldungen. Der Anteil an zufriedenen Unternehmen liegt in beiden Gruppen bei knapp über 90 %. Ebenfalls gut gelaunt sind die konsumorientierten Handwerke wie Bäcker oder Friseure. Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben: „Unsere Handwerksbetriebe sind gut aufgestellt und es läuft rund im schwäbischen Handwerk. Doch dieser Erfolg muss von den Unternehmern und deren Beschäftigten Tag für Tag hart erarbeitet werden. Viele arbeiten am Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Die Politik ist daher nun aufgefordert, durch eine Steuerreform diejenigen finanziell deutlich zu entlasten, die für den Erfolg verantwortlich sind.“

Umsatzentwicklung zieht an

Die Phase der zögerlichen Umsatzentwicklung im ersten Quartal ist überwunden. Knapp jeder dritte Betrieb verzeichnet eine Umsatzsteigerung. Noch vor drei Monaten lag der Vergleichswert bei lediglich 20 %. Gleichbleibend hohe Umsätze melden 57 %. Lediglich 12 % der Unternehmen berichten über ein Minus. Im ersten Quartal war das noch bei 30 % der Fall.

Auslastung steigt weiter

Die Auftragsbücher der Handwerksunternehmen sind so gut gefüllt wie lange nicht. Durchschnittlich sind die befragten Betriebe für 8,4 Wochen ausgelastet. Das ist eine halbe Woche mehr als noch vor einem Jahr. Auch die Zahl der Auftragseingänge hat sich schwungvoll entwickelt. 30 % der Unternehmen können im zweiten Quartal ein Plus an Auftragseingängen verzeichnen. Bei 58 % bleibt die Zahl der Neuaufträge konstant. Daraus ergeben sich auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der besetzten Stellen im schwäbischen Handwerk steigt um 0,6 %.

Voller Zuversicht ins dritte Quartal

Auch für das dritte Quartal erwarten die Betriebe eine positive Entwicklung. Insgesamt rechnen 93 % mit einer guten oder befriedigenden Geschäftslage. 90 % der befragten Unternehmen erwarten steigende oder gleichbleibend hohe Umsätze. Ihre Beschäftigtenzahl wollen sogar 96 % konstant halten oder erhöhen. Die bereits sehr gute Auftragslage dürfte sich weiter verfestigen. 15 % der Betriebe gehen von einer Steigerung der Auftragseingänge aus. Knapp 80 % kalkulieren mit einer stabilen Zahl an Neuaufträgen.

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