Verantwortung ist das Zauberwort

Kommentar zum verantwortungsvollen Umgang in der Corona-Krise von Seiten der Politik (DHZ 20/2020)

Die aktuellen Konjunkturdaten zeigen ein sehr ungleiches Bild im Handwerk. Während im Baugewerbe der Motor weiter auf Hochtouren brummt, hangeln sich viele Handwerksunternehmen im Dienstleistungsgewerbe von Monat zu Monat, manche Betriebe kämpfen bereits jetzt ums Überleben. Gerade im Messe- und Veranstaltungsbereich, der wieder zaghaft anläuft, ist die Lage bitterernst.

 Aber auch im Kfz-Gewerbe ist die Situation besorgniserregend. Den Betrieben brechen trotz Mehrwertsteuersenkung die Umsätze weg, die Kunden werden zaghaft und vorsichtiger. Einen zweiten Lockdown darf es nicht geben. Eine Pleitewelle wäre garantiert und viele Existenzen wären bedroht.

Verantwortung heißt deswegen das Zauberwort in dieser Situation. Verantwortung selbstverständlich im Umgang mit dem Virus, in der Einhaltung der Hygieneregeln. Verantwortung aber auch von Seiten der Politik bei ihren Entscheidungen für die Eindämmung der Pandemie.

Es braucht Maß und Mitte bei den Auflagen und Verordnungen, die Gesellschaft und Wirtschaft aufgebürdet werden. Nicht dass am Ende überzogene Entscheidungen gar größere Konsequenzen haben als das Virus selbst.



"Es braucht Maß und Mitte bei den Auflagen und Verordnungen, die Gesellschaft und Wirtschaft aufgebürdet werden.“