HW-Frühschoppen_2018_Titel
HWK Schwaben

Viel Gesprächsstoff beim Handwerker-Frühschoppen der HWK Schwaben

Pressemitteilung

Interessanter Meinungsaustauch zwischen Handwerk und Politik

 

(treu) Zum traditionellen Handwerker-Frühschoppen der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) kamen über 100 Gäste in den Gromerhof nach Illerbeuren. HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner rief dazu auf, „über die politischen Themen zu sprechen, die dem Handwerk unter den Nägeln brennen.“ Das Handwerk brauche Stabilität und Verlässlichkeit und fordere die Rückkehr zu einer sachorientierten Politik. Zahlreiche Politiker, darunter Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie Vertreter aus den Landkreisen, den Städten und Gemeinden diskutierten mit Ehrenamtsträgern, Unternehmern und Beschäftigten aus dem Handwerk. In seiner Ansprache betonte Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben: „Wir möchten Unternehmer und Handwerker sein, aber mit möglichst wenigen Regulierungen, mit möglichst geringen Belastungen, hingegen mit möglichst viel Begeisterung.“

HWFrühschoppen2018_Gäste
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HWK Schwaben

HWFrühschoppen2018_GüllerMdL
HWK Schwaben



Rückkehr zur Sachpolitik gefordert



Hauptgeschäftsführer Wagner ging in seiner Begrüßung auf die gute wirtschaftliche Lage in Deutschland und insbesondere im Handwerk ein. Gerade das Handwerk trage mustergültig zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bei. Man wolle die gegenwärtig gute Konjunktur nicht schlechtreden, aber „wir dürfen uns aber auch nicht auf diesen Erfolgen ausruhen und darauf hoffen, dass alles so gut weiterläuft. Wir müssen zehn, zwanzig Jahre nach vorne blicken.“ Wichtige Themen seien die sozialen Sicherungssysteme, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, die Zukunft von Arbeit und neue digitale Technologien. Wagner kritisierte: „Die Regierungsarbeit beschränkt sich immer mehr darauf, Geld und Wohltaten zu verteilen und sich im Klein-Klein zu verlieren.“ Von der Politik erwarte das Handwerk die Lösung von konkreten Problemen.



Unternehmer-Sein attraktiv machen



Präsident Hans-Peter Rauch richtete einen deutlichen Appell an die politisch Verantwortlichen: „Schafft einen verlässlichen Investitionsrahmen, beschäftigt die Wirtschaft mit weniger Bürokratie, sorgt dafür, dass die duale Ausbildung nicht kaputt geredet und gespart wird und nehmt endlich die spürbare steuerliche Entlastung der Leistungsträger in Angriff: Dann wird Unternehmer-Sein wieder attraktiv und lohnend.“ Deutschland brauche einen gesunden Mittelstand daher müsse man alles daran setzen, „in den kommenden Jahren genügend viele junge Leute zu motivieren, Unternehmer zu werden.“

 

Nachwuchssorgen und Steuergerechtigkeit



Seit Jahren, so Rauch, setze sich die Handwerkskammer massiv für die Stärkung der beruflichen Bildung ein und man habe dabei mit starkem politischen Gegenwind kämpfen müssen. Der Irrglaube, dass die Akademikerquote zu niedrig sei, habe die Bildungspolitik leider viel zu lange beherrscht. Rauch forderte die finanzielle Gleichstellung der Meisterausbildung mit dem Studium. „Milliarden von Euro sind in den vergangenen Jahren in die Universitäten und Hochschulen investiert worden. Die Mittel für die berufliche Bildung nehmen sich im Vergleich dazu geradezu bescheiden aus.“ Darüber hinaus ging Rauch in seiner Rede auf die Themen Steuerreform und Steuergerechtigkeit ein. „Wir fordern eine Steuerreform, die die Leistung von Handwerk und Mittelstand anerkennt und sie nicht abstraft.“ Es müsse auch endlich Schluss gemacht werden mit den Steuervermeidungsmodellen der großen Konzerne auf dem Rücken des Handwerks und seiner 5 Millionen Beschäftigten. Dadurch entgehen der Volkswirtschaft Milliarden an Steuern. Das sei nicht hinnehmbar und nicht vermittelbar.

 

Politiker wünschen diesen Austausch



Die anwesenden Politiker befürworten diesen ungezwungenen Austausch zwischen Handwerksunternehmern und Vertretern aus der Politik. Harald Güller, Landtagsabgeordneter der SPD: „Ich komme gerne zu dieser Veranstaltung, weil ich direkt von den Handwerkern erfahre, wo der Schuh drückt. Das ist wichtig für eine pragmatische politische Arbeit, die sich an den Anforderungen der mittelständischen Unternehmen und ihrer Beschäftigten ausrichtet.“





 

Folgende Politiker waren beim Frühschoppen dabei:

 

Reinhold Bittner, Stellvertreter des Landrats Donau-Ries, CSU

Josef Diebolder, 1. Bürgermeister Lachen, CSU - Überparteiliche Wählergemeinschaft und Bürgerblock / Freie Wähler Lachen

Markus Ferber, MdEP, CSU

Thorsten Freudenberger, Landrat Neu-Ulm, CSU

Hermann Gromer, 1. Bürgermeister Kronburg, Freie Wählergemeinschaft

Harald Güller, MdL, SPD

Dr. Leopold Herz, MdL, Freie Wähler

Josef Kerler, 1. Bürgermeister Eppishausen, CSU

Thomas Kreuzer, MdL und Fraktionsvorsitzender, CSU

Hans-Peter Mayer, 1. Bürgermeister Winterrieden, CSU / Unabhängige Wählergruppe

Dr. Beate Merk, MdL, CSU

Michael Obst, 1. Bürgermeister Kellmünz, Wählergemeinschaft Kellmünz

Stephan Thomae, MdB, FDP

Alfons Weber, Bezirkstagsvizepräsident und 1. Bürgermeister Markt Rettenbach, CSU

Treutler Monika
Siebentischstraße 52 - 58
86161 Augsburg
Tel. 0821 3259-1220
Fax 0821 3259-1207
monika.treutler-walle--at--hwk-schwaben.de