Wo ist der große Plan?

Kommentar zur Politikverdrossenheit (DHZ 19 - 2018)

Visionen fehlen

 

Jeder Unternehmer plant mittel- und langfristig. Das ist ein fundamentales Element für unternehmerisches Handeln. Auch im Privaten denken doch die meisten von uns darüber nach, was sie in der Zukunft machen möchten und machen können.

Im politischen Bereich vermisse ich das. Und zwar durch die Bank. Oft wird kurzfristig gedacht und agiert. Die nächsten Wahlen, persönliche und personelle Befindlichkeiten, Rücksichtnahmen, die sich bisweilen nicht an der Sache orientieren – das alles spielt häufig bei Entscheidungen eine Rolle und der Bürger reiben sich die Augen und stellen erstaunt fest, dass die Verantwortlichen in den Regierungen auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Politikverdrossenheit auf der einen und Protestwahl auf der anderen Seite sind die Folgen.



So geht das nicht! Die Gesellschaft, die Wirtschaft, das Land brauchen klare, in die Zukunft gerichtete Konzepte und Visionen. Das geht in der Bildungspolitik los, setzt sich im Wohnungsbau fort und reicht zum Diesel-Gipfel, der ergebnislos war – um nur einige Beispiele zu nennen.

 



„Politikverdrossenheit oder Protestwahl sind die Folgen.“