Zaghafte Lockerungen

Kommentar zu den Lockerungen in der Wirtschaft in der Corona-Krise (DHZ 8/2020)

Wir leben und arbeiten in einem Ausnahmezustand. Es gibt keine Erfahrungswerte. Die Politik fährt auf Sicht. Täglich ändert sich die Lage. Oft widersprüchliche Expertisen von Wissenschaftlern dienen als Grundlage für Entscheidungen – auch für die zwar richtigen, aber geringen Lockerungen seit dieser Woche.

Es hätte dringend die klare Ansage der politisch Verantwortlichen gebraucht, dass Arbeiten für alle wieder erlaubt ist – natürlich unter Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregeln, aber ohne Einschränkung für bestimmte Gewerke oder Branchen.

Denn je länger die Beschränkungen dauern, umso kritischer wird die Lage für das Handwerk. Die schwäbische Wirtschaft befindet sich schon jetzt in einer massiven Rezession. Es drohen Liquiditätsengpässe, Insolvenzen und Kündigungen. Entscheidend ist jetzt, dass die weitere Exit-Strategie inhaltlich und zeitlich klar formuliert wird – für Kunden, Betriebe und Mitarbeiter.

Und es muss schon jetzt auf längere Sicht gedacht werden. Gezielte Konjunkturprogramme und nachhaltige Investitionsförderungen für die Zeit nach der Krise müssen jetzt entwickelt werden, damit sich die Wirtschaft schnell erholen kann.

Die Handwerkskammer ist für viele Unternehmen eine sichere Konstante in dieser unsicheren Zeit. Wir kümmern uns um die aktuellsten Informationen und beraten unsere Betriebe – jetzt und auch beim „Wiederhochfahren“ der Wirtschaft. Nutzen Sie unsere Angebote.



"Arbeiten muss ausdrücklich wieder erlaubt werden."