FDP_HWK_Gespräch_7.10.2019
HWK Schwaben

Mittelstand fördern und nicht überfordern

Bei ihrem Besuch in der HWK Schwaben waren sich die Abgeordneten Stephan Thomae und Albert Duin mit HWK-Präsident Hans-Peter Rauch und HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner darüber einig, dass der Mittelstand und dabei vor allem das Handwerk nicht überfordert werden dürfe, sondern gefördert werden müsse. Im Mittelpunkt standen die Themen Fachkräftesicherung, Bürokratie und Klimaschutz. Stephan Thomae ist Mitglied des Bundestages und stv. FDP-Fraktionsvorsitzender. Albert Duin gehört dem Landtag an und ist wirtschaftspolitischer Sprecher der dortigen FDP-Fraktion.



Gesetze zur Fachkräftesicherung gehen in die richtige Richtung

Rauch und Wagner lobten zwei Gesetzgebungsvorhaben der Bundesregierung, die den Meister stärken sollen.

Das betrifft zum einen den Meister-Titel, der um die Bezeichnung „Bachelor Professional“ ergänzt werden soll. Rauch betonte aber: „Wir legen großen Wert darauf, dass dieser Titel den Meister niemals ersetzen, sondern nur ergänzen darf. Denn der Meister ist das Symbol für das deutsche Handwerk schlechthin.“ Als nachgeordnete Bezeichnung könne aber der neue Titel dazu beitragen, dass die berufliche und die akademische Bildung als gleichwertig wahrgenommen werden.

Zum anderen geht es um die Meisterpflicht, die in 12 Gewerken zurückkehren soll. Das sei ein wichtiger Schritt für mehr Ausbildung und mehr Verbraucherschutz im Handwerk.



Geplante Bürokratieentlastung reicht nicht aus

Der HWK-Präsident ging auf die Bürokratiebelastung im Handwerk ein und hält die geplanten Maßnahmen im Bürokratieentlastungsgesetz III für nicht ausreichend. Thomae pflichtete ihm bei: „Das Handwerk als wesentlicher Teil des Mittelstands ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Vor allem das Handwerk mit vielen kleinen Betrieben wird durch komplizierte Regelungen und unnötige Bürokratie gegängelt. Wir als Freie Demokraten setzen uns daher für einen effizienten und schnellen Bürokratieabbau ein.“



Klimaschutzpaket hat Stärken und Schwächen

Der HWK-Hauptgeschäftsführer hält die Anreize im Klimaschutzpaket der Bundesregierung für richtig, um Verhaltensänderungen zu erreichen. Zugleich machte Wagner deutlich: „Es darf keine Verbote geben wie im Falle der Ölheizungen. Die Technologien der Zukunft müssen sich am Markt durchsetzen und dürfen von der Politik weder einseitig behindert noch einseitig gefördert werden“. Die beiden Abgeordneten betonten ebenfalls, dass marktwirtschaftliche Instrumente der bessere Weg seien, um die Klimaschutzziele zu erreichen.



Gesprächspartner wollen im Austausch bleiben

Albert Duin resümierte: „Das Handwerk ist besonders betroffen von Nachwuchssorgen, Bürokratie und Energiewende. Ich setze mich mit aller Kraft im Landtag dafür ein, dass die politischen Weichenstellungen für unsere bayerischen Handwerksbetriebe in diesen Bereichen verbessert werden.“

Die FDP-Abgeordneten und die HWK wollen weiter im Gespräch bleiben.

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