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Außenwirtschaftsberatung

Nutzen Sie Ihre Chancen im Ausland



Für Handwerker bieten Auslandmärkte ein viel versprechendes Betätigungsfeld. Egal ob internationale Kontakte geschlossen oder bereits vorhandene ausgebaut werden sollen. Das richtige Know-how ist hier gefragt.



Aktuelle Informationen zum Brexit:

Mitarbeiterentsendung ins Vereinigte Königreich und Dienstleistungsverkehr



Das Recht der Personenfreizügigkeit ist Basis für den uneingeschränkten Zugang zum EU-Binnenmarkt. Es erlaubt EU-Bürgern, in einem anderen EU-Land beruflich tätig zu werden, ohne zuvor eine Arbeitserlaubnis oder eine Einreisegenehmigung beantragen zu müssen. Dieses Recht gilt bis zum Austritt des Vereinigten Königreichs weiter.

Im Falle einer Übergangsphase ändert sich bis zu ihrem Ablauf nichts: EU-Bürger dürfen jederzeit ohne Arbeitserlaubnis oder Aufenthaltsgenehmigung im Vereinigten Königreich arbeiten. Die Entsenderichtlinie bleibt gültig. Die Entsendung von Mitarbeitern bleibt weiter unter den bisherigen Bedingungen möglich.

Im Falle eines ungeregelten Brexit besitzt die Entsenderichtlinie keine Gültigkeit mehr. Im VK werden eigenständige Regelungen geschaffen und andersartige Verfahren eingeführt, die vom EU-Standard abweichen können (Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung). Auch die Visumsfrage ist noch nicht final geklärt. Sollte es zu einem harten Brexit kommen, kann die Erbringung von Dienstleistungen lediglich nach WTO-Regeln erfolgen, d. h. dass gewisse Tätigkeiten sogar komplett ausgenommen sein könnten.



A1-Entsendebescheinigungen für das Vereinigte Königreich und Nordirland

Der beabsichtigte Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union hat Auswirkungen auf die Entsendung von Beschäftigten dorthin. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat im Einvernehmen mit dem Bundesarbeitsministerium den gesetzlichen Krankenkassen empfohlen, A1- Bescheinigungen für Tätigkeiten im Vereinigten Königreich nicht mehr für Zeiträume auszustellen, die über den 29. März 2019 hinausgehen.
Es ist derzeit noch offen, welche Regelungen ab dem 30. März 2019 zum Tragen kommen.
Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks.



 Hinweis: Sendet ein Unternehmen regelmäßig Mitarbeiter in das Vereinigte Königreich, so sollte es sich frühzeitig und umfassend vor jeder Entsendung über mögliche Änderungen der Regelungen informieren. Die Verfahren der britischen Behörden werden in jedem Fall länger dauern als bisher. Zudem sollten in neuen Verträgen mit Geschäftspartnern Auffangklauseln für die Übernahme der Mehrkosten für neue umfangreichere Verfahren vorgesehen werden, die aus der Entsendung entstehen können.

Gründe für Mehrkosten können sein: einzelfallbezogene zeitaufwändige Genehmigungsverfahren, ein möglicher Wegfall automatischer Anerkennungen von Qualifikationen und Berufsausbildungen, ggf. Visabeschaffung und andere bürokratische Auflagen.



Warenverkehr

Derzeit gehört Großbritannien noch zum Zollgebiet der Union. Der Warenverkehr in der EU, auch bekannt als Binnenmarktverkehr, ist grundsätzlich frei. Die zu beachtenden Rechtsgrundlagen für das VK-Geschäft werden sich durch den Austritt Großbritanniens aus der EU ändern. Nach dem Brexit und einer eventuellen Übergangsregelung sind Lieferungen nach Großbritannien Warenausfuhren, denn die Ware wird aus dem Zollgebiet der Union in ein Drittland verbracht. Im umgekehrten Fall, also bei Lieferungen aus Großbritannien in die EU, spricht man von Wareneinfuhren. Bei Warenausfuhren und Wareneinfuhren ist das EU-Recht zu beachten.



Zollformalitäten

Unternehmen, die Handelsbeziehungen zum Vereinigten Königreich unterhalten, müssen ihre Waren spätestens nach Ablauf der möglichen Übergangsphase, das wäre derzeit der 1. Januar 2021, beim Zoll anmelden.

Zollanmeldungen sind notwendig, um einen sicheren und effizienten globalen Handel gewährleisten zu können. Gleichzeitig beanspruchen Zollanmeldungen aber natürlich Ressourcen im Unternehmen, da sie gut vorbereitet und fristgerecht eingereicht werden müssen. Viele Firmen, die ihre Waren nur in Staaten der EU exportieren, sind mit solchen Zollformalitäten nicht vertraut und sollten sich rechtzeitig informieren über:

die EORI-Nummer:

EORI (Economic Operators Registration and Identification System) ist ein EU-weites System zur eindeutigen Registrierung und Identifizierung von Unternehmen und Privatpersonen gegenüber der Zollverwaltung.

die Warennummer:

Jeder Ware ist eine bestimmte Nummer zugeordnet. Anhand der Warennummer werden u.a. die Zollsätze bei der Einfuhr festgelegt, aber auch Ein- und Ausfuhrbeschränkungen und die jeweils erforderlichen Dokumente.

den konkreten Ablauf der Zollanmeldung:

Sowohl bei der Ausfuhr aus der EU als auch bei der Einfuhr in die EU muss die Ware beim Zoll angemeldet werden. Zollanmeldungen werden in der Regel elektronisch abgegeben.

den zu erwartenden Zollsatz:

Wenn es zu dem sogenannten „Harten Brexit“ kommt, wird der Handel zwischen dem UK und der EU nach den WTO-Regeln erfolgen und es ist mit entsprechenden Zöllen zu rechnen. Der britische Zolltarif entspricht weitgehend dem EU-Zolltarif. Kommt es zu einer Übergangsphase behält der EU-Zolltarif für das Vereinigte Königreich seine Gültigkeit. Tritt das Vereinigte Königreich am 29. März 2019 ohne Abkommen aus, gilt der britische Zolltarif ab 30. März 2019.

Verbote und Beschränkungen:

Lieferungen in das VK unterliegen künftig der europäischen/nationalen Exportkontrolle. EU Kommission hat Ende 2018 einen Vorschlag für eine Verordnung zur Aufnahme des Vereinigten Königreichs in die Liste der Staaten, für die EU-weit eine allgemeine Ausfuhrgenehmigung für die Ausfuhr von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck gilt, angenommen.
Da das VK Drittlandstatus haben wird, sind nationale britische Vorschriften über die Verkehrsfähigkeit und mengenmäßige Beschränkungen von Produkten bei der Einfuhr ins VK und deutsche/europäische Vorschriften der Exportkontrolle beim Export in das VK zu berücksichtigen.



Weitere Informationen zum Brexit erhalten Sie im Downloadbereich auf dieser Seite!




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Arbeiten über die Grenze



Sie haben einen Auftrag als Dachdecker in Italien, sollen eine Ladeneinrichtung in der Schweiz montieren, führen Malerarbeiten in Österreich aus oder erstellen ein Holzhaus in Frankreich.

Wir beraten Sie zu folgenden Fragen:

  • Wie sehen die Regelungen für Handwerker und Handwerksarbeiten im entsprechenden Land aus?
  • Wo weichen sie von den deutschen ab?
  • Worauf muss man ggf. besonders aufpassen?
  • Was ist zu beachten bei Umsatzsteuer, Zoll, Transport, Finanzierung und Risikoabsicherung? 

Bei grenzüberschreitenden Werkverträgen und -lieferungen in EU- und Drittländer bieten wir Ihnen:

  • Länderinformationen zum jeweiligen Einsatzland  
  • Seminare und Veranstaltungen mit unserem Kooperationspartner Bayern International. Die komplette aktuelle Broschüre "Veranstaltungen und Messen" von Bayern International finden Sie hier. 
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Auslandsmessen



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