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Corona Krise: Informationen zu Abschluss- und Gesellenprüfungen

Wiederaufnahme von Prüfungen

Die Corona-Pandemie hat sich in Deutschland mit großer Dynamik ausgebreitet und zu weitgehenden Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung geführt. Schulen und sonstige Bildungseinrichtungen sind bundesweit temporär geschlossen worden. Dies hatte zur Folge, dass auch Prüfungen abgesagt werden mussten.



Was geschieht, wenn ein Prüfungstermin abgesagt werden muss?

Die für die Prüfungen verantwortlichen Kammern und Innungen sind bemüht, abgesagte Prüfungstermine so schnell wie möglich nachzuholen, sofern dies praktisch möglich und nicht durch behördliche Anordnungen ausgeschlossen ist.



Ab wann dürfen Prüfungen wieder durchgeführt werden?

Prüfungen sind aktuell möglich. Es gelten die Vorgaben der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Zusätzlich sind die Hygienevorschriften der Handwerkskammer für Schwaben und ggf. des Hauses zwingend zu beachten, auf dessen Gelände bzw. in dessen Räumen die Prüfungen stattfinden.

Während der noch andauernden Pandemie kann die Durchführbarkeit von Prüfungen u. a. aus den folgenden Gründen jederzeit wieder eingeschränkt werden:

  • Menschenansammlungen sind aus Infektionsschutzgründen grundsätzlich verboten,
  • Gebäude, in denen die Prüfungen durchgeführt werden, können nicht genutzt werden und alternative Räumlichkeiten stehen nicht zur Verfügung,
  • aufgrund von Krankheit oder Quarantänemaßnahmen steht keine ausreichende Zahl von Prüfenden zur Verfügung.


Einladungen zu Prüfungsterminen

Es erfolgt eine fristgerechte Einladung der Prüflinge zu den Prüfungsterminen. Die Einladungen werden jedoch unter dem Vorbehalt ausgesprochen, dass der Prüfungstermin wegen fortdauernder Pandemielage gegebenenfalls auch kurzfristig abgesagt werden muss.



Wiederaufnahme der Prüfungen

Die Handwerkskammern und Innungen werden alle gebotenen Maßnahmen ergreifen, um Infektionsrisiken bei Prüfungen auszuschließen. Die üblichen von Gesundheitsbehörden und ärztlichen Institutionen empfohlenen Hygienemaßnahmen sind auch in Prüfungen umzusetzen. Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder unter Quarantäne stehen, sind von der Prüfung ausgeschlossen. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt und kann im nächsten Prüfungszeitraum ohne Anrechnung auf Wiederholungsversuche nachgeholt werden. Die Sorge vor einer möglichen Infektion ist hingegen kein Rücktrittsgrund. Sollten einzelne Personen während der Prüfung eindeutige Krankheitssymptome (z. B. andauerndes starkes Husten) zeigen, können diese kurzfristig wegen der Gefährdung der Sicherheit von der Prüfung ausgeschlossen werden. Grundsätzlich möchten wir darauf hinweisen, dass Prüfungen nur durchgeführt werden, wenn die Infektionsrisiken weitestgehend minimiert werden können und die Durchführung insgesamt zu verantworten ist.



Besondere Hinweise zu Zwischen-, Gesellen- und Abschlussprüfungen

Bitte setzen Sie sich für konkrete Fragen zur Durchführung Ihrer Prüfung mit der prüfenden Stelle in Verbindung. Die Kontaktdaten finden Sie auf Ihren Zulassungsunterlagen.



Welche Auswirkungen hat die Verschiebung eines Prüfungstermins auf das Berufsausbildungsverhältnis?

Sollte der Ersatztermin für die Prüfung nach Ende der Vertragsdauer eines Berufsausbildungsverhältnisses liegen, verlängert sich dieses nach dem Gesetz nicht automatisch bis zu dem Ersatztermin. Im Einzelfall kann eine Verlängerung des Ausbildungsvertragsverhältnisses auf Antrag der Auszubildenden in Betracht kommen, wenn dargelegt wird, dass das Erreichen des Ziels der Berufsausbildung (Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit) noch nicht erreicht worden ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn bereits vor dem entfallenden Prüfungstermin wesentliche Teile der Ausbildungszeit ausgefallen sind (z. B. wegen Quarantänemaßnahmen, Betriebsschließungen, Berufsschulschließung, Ausfall von ÜLU o. ä.)



Umgang mit Zwischenprüfungen

Sofern Zwischenprüfungen aufgrund der aktuellen Pandemielage abgesagt werden müssen, ist zu prüfen, ob eine Nachholung zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich und sinnvoll ist. Zweck der Zwischenprüfungen ist es, eine Zwischenbilanz zum Leistungsstand für Ausbildende und Auszubildende zu geben. Sofern ein Nachholtermin nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung angeboten werden könnte, wird dieser Zweck nicht mehr erreicht. Zur Entlastung der Prüflinge und deren Ausbildungsbetriebe können bei unvermeidbarem ersatzlosem Wegfall der Zwischenprüfung die verantwortlichen Kammern und Innungen bei der Zulassung zur Gesellen-/Abschlussprüfung ausnahmsweise auf den Nachweis der Zwischenprüfung verzichten.

Ob eine Zwischenprüfung ersatzlos gestrichen wird, entscheidet die prüfende Stelle. Die Kontaktdaten finden Sie auf Ihren Zulassungsunterlagen.



Umgang mit gestreckten Prüfungen

Sofern Teil 1 einer gestreckten Prüfung aufgrund der aktuellen Pandemielage abgesagt werden muss, bleibt die Durchführung von Teil 2 der Prüfung davon grundsätzlich unberührt. Sofern es möglich ist, Teil 2 der Prüfung im üblichen Prüfungszyklus durchzuführen, ist die ausgefallene Teil 1-Prüfung entweder davor oder im zeitlichen Zusammenhang mit der Teil 2-Prüfung durchzuführen. Wenn es aus organisatorischen Gründen geboten ist, kann in dieser Sondersituation die Teil 1-Prüfung auch auf einen Zeitpunkt nach Durchführung des zweiten Prüfungsteils fallen. Die Zulassung zur Teil 2-Prüfung ist in diesen Fällen rechtlich möglich.



Prüfungstermine

Informationen zu den Prüfungsterminen finden SIe hier.