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Corona Krise: Informationen zu Abschluss- und Gesellenprüfungen

Durchführung von Prüfungen (Stand: 30.06.2021)

Die Durchführung von Abschluss- und Gesellenprüfungen ist möglich. Die vorgeschriebenen Sicherheits- und Hygienevorschriften müssen eingehalten werden. Bitte haben Sie Verständnis, dass sich die Situation, auch aufgrund von abweichenden regionalen Anordnungen, kurzfristig ändern kann. Es besteht grundsätzlich ein hohes öffentliches Interesse an der Aufrechterhaltung der Berufsbildung einschließlich des Prüfungswesens. Dieses Interesse wird jedoch von dem höherrangigen Ziel eines größtmöglichen Infektionsschutzes der Bevölkerung überlagert. Die zuständigen Stellen müssen deshalb vor Ort eine angemessene Risikobewertung im Hinblick auf den Infektionsschutz der an der Prüfung beteiligten Personen und der allgemeinen Bevölkerung vornehmen, bundes- und landesrechtlichen Vorschriften und allen behördlichen Anordnungen Folge leisten.

Während der noch andauernden Pandemie kann die Durchführung von Prüfungen u. a. aus den folgenden Gründen jederzeit wieder eingeschränkt werden:

  • Menschenansammlungen sind aus Infektionsschutzgründen grundsätzlich verboten,
  • Gebäude, in denen die Prüfungen durchgeführt werden, können nicht genutzt werden und alternative Räumlichkeiten stehen nicht zur Verfügung,
  • aufgrund von Krankheit oder Quarantänemaßnahmen steht keine ausreichende Zahl von Prüfenden zur Verfügung.

Beachten Sie auch unsere Hinweise zur Testung von Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmern.



Was geschieht, wenn ein Prüfungstermin abgesagt werden muss?

Die für die Prüfungen verantwortlichen Kammern und Innungen sind bemüht, abgesagte Prüfungstermine so schnell wie möglich nachzuholen, sofern dies praktisch möglich und nicht durch behördliche Anordnungen ausgeschlossen ist.



Dürfen Prüfungen durchgeführt werden?

Prüfungen sind aktuell möglich. Bis zum 28.07.2021 gelten die Vorgaben der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (dort § 19). Zusätzlich sind Allgemeinverfügungen, die Hygienevorschriften der Handwerkskammer für Schwaben und ggf. des Hauses zwingend zu beachten, auf dessen Gelände bzw. in dessen Räumen die Prüfungen stattfinden. 



Maskenpflicht: Bei Prüfungen in Gebäuden der HWK Schwaben ist eine dicht an der Haut anliegende Mund-Nasen-Bedeckung mindestens in Form einer zertifizierten medizinischen/OP-Maske zu tragen, wenn sich der Prüfling nicht an dem ihm fest zugewiesenen Arbeitspkatz (z. B. Werkbank bei praktischen und Tisch bei schriftlichen Prüfungen) befindet. Sog. Communitymasken, Schals, Tücher, Schilde oder Visiere erfüllen die Maskenpflicht nicht und sind nicht erlaubt.



Hinweise zur Testung der Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer: Allen Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmern wird dringend empfohlen, sich aus Gründen des Fremd- und Eigenschutzes einer freiwilligen Schnelltestung möglichst in einer der Öffentlichkeit zugänglichen Teststelle mit qualifiziertem Personal (Point of Care (PoC)) unmittelbar vor dem jeweiligen Prüfungstermin (idealerweise 12 – 24 h vor dem Termin) zu unterziehen.



Einladungen zu Prüfungsterminen

Es erfolgt eine fristgerechte Einladung der Prüflinge zu den Prüfungsterminen. Die Einladungen werden jedoch unter dem Vorbehalt ausgesprochen, dass der Prüfungstermin wegen fortdauernder Pandemielage gegebenenfalls auch kurzfristig abgesagt werden muss.



Maßnahmen zur Minimierung von Infektionsrisiken bei Prüfungen

Die Handwerkskammern und Innungen werden alle gebotenen Maßnahmen ergreifen, um Infektionsrisiken bei Prüfungen auszuschließen. Die üblichen von Gesundheitsbehörden und ärztlichen Institutionen empfohlenen Hygienemaßnahmen sind auch in Prüfungen umzusetzen. Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder unter Quarantäne stehen, sind von der Prüfung ausgeschlossen. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt und kann im nächsten Prüfungszeitraum ohne Anrechnung auf Wiederholungsversuche nachgeholt werden. Die Sorge vor einer möglichen Infektion ist hingegen kein Rücktrittsgrund. Sollten einzelne Personen während der Prüfung eindeutige Krankheitssymptome (z. B. andauerndes starkes Husten) zeigen, können diese kurzfristig wegen der Gefährdung der Sicherheit von der Prüfung ausgeschlossen werden. Grundsätzlich möchten wir darauf hinweisen, dass Prüfungen nur durchgeführt werden, wenn die Infektionsrisiken weitestgehend minimiert werden können und die Durchführung insgesamt zu verantworten ist.



Besondere Hinweise zu Zwischen-, Gesellen- und Abschlussprüfungen

Bitte setzen Sie sich für konkrete Fragen zur Durchführung Ihrer Prüfung mit der prüfenden Stelle in Verbindung. Die Kontaktdaten finden Sie auf Ihren Zulassungsunterlagen.



Welche Auswirkungen hat die Verschiebung eines Prüfungstermins auf das Berufsausbildungsverhältnis?

Sollte der Ersatztermin für die Prüfung nach Ende der Vertragsdauer eines Berufsausbildungsverhältnisses liegen, verlängert sich dieses nach dem Gesetz nicht automatisch bis zu dem Ersatztermin. Im Einzelfall kann eine Verlängerung des Ausbildungsvertragsverhältnisses auf Antrag der Auszubildenden in Betracht kommen, wenn dargelegt wird, dass das Erreichen des Ziels der Berufsausbildung (Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit) noch nicht erreicht worden ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn bereits vor dem entfallenden Prüfungstermin wesentliche Teile der Ausbildungszeit ausgefallen sind (z. B. wegen Quarantänemaßnahmen, Betriebsschließungen, Berufsschulschließung, Ausfall von ÜLU o. ä.)



Umgang mit Zwischenprüfungen

Sofern Zwischenprüfungen aufgrund der aktuellen Pandemielage abgesagt werden müssen, ist zu prüfen, ob eine Nachholung zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich und sinnvoll ist. Zweck der Zwischenprüfungen ist es, eine Zwischenbilanz zum Leistungsstand für Ausbildende und Auszubildende zu geben. Sofern ein Nachholtermin nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung angeboten werden könnte, wird dieser Zweck nicht mehr erreicht. Zur Entlastung der Prüflinge und deren Ausbildungsbetriebe können bei unvermeidbarem ersatzlosem Wegfall der Zwischenprüfung die verantwortlichen Kammern und Innungen bei der Zulassung zur Gesellen-/Abschlussprüfung ausnahmsweise auf den Nachweis der Zwischenprüfung verzichten.

Ob eine Zwischenprüfung ersatzlos gestrichen wird, entscheidet die prüfende Stelle. Die Kontaktdaten finden Sie auf Ihren Zulassungsunterlagen.



Umgang mit gestreckten Prüfungen

Sofern Teil 1 einer gestreckten Prüfung aufgrund der aktuellen Pandemielage abgesagt werden muss, bleibt die Durchführung von Teil 2 der Prüfung davon grundsätzlich unberührt. Sofern es möglich ist, Teil 2 der Prüfung im üblichen Prüfungszyklus durchzuführen, ist die ausgefallene Teil 1-Prüfung entweder davor oder im zeitlichen Zusammenhang mit der Teil 2-Prüfung durchzuführen. Wenn es aus organisatorischen Gründen geboten ist, kann in dieser Sondersituation die Teil 1-Prüfung auch auf einen Zeitpunkt nach Durchführung des zweiten Prüfungsteils fallen. Die Zulassung zur Teil 2-Prüfung ist in diesen Fällen rechtlich möglich.



Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner finden SIe hier.