HWK Schwaben

Qualifikation für die LandesebeneDeutsche Meisterschaft im Handwerk

In diesem Jahr gehören 45 junge Handwerkerinnen und Handwerker zu den Besten ihres Fachs in Schwaben. Für ihre herausragenden Leistungen in der Ausbildung wurden sie bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk auf Kammerebene im Atrium der Handwerkskammer für Schwaben ausgezeichnet.
HWK-Präsident Hans-Peter Rauch würdigte die Leistungen der jungen Fachkräfte: „Sie haben in Ihrem Gewerk gezeigt, was möglich ist. Und dass Talent, Disziplin und Leidenschaft zusammen Großes bewirken. Sie dürfen heute stolz auf sich sein. Wir alle sind es natürlich auch. Denn Sie zeigen, wie stark das Handwerk in unserer Region ist.“ Der Präsident betonte, dass die Deutsche Meisterschaft weit mehr sei als ein Berufswettbewerb. Sie eröffne jungen Menschen außergewöhnliche Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten.

EuroSkills 2027 in Düsseldorf

Für die Nachwuchskräfte ist die Auszeichnung zugleich der Auftakt zur nächsten Wettbewerbsstufe. Über die Landes- und Bundesentscheide kann der Weg bis ins deutsche Nationalteam führen und damit zu internationalen Wettbewerben wie den EuroSkills oder den WorldSkills. Für einige der heutigen Kammersiegerinnen und Kammersieger könnte mit ihrem Erfolg auf Kammerebene die „Road to Düsseldorf“ begonnen haben. Denn die Europameisterschaft der Berufe ist 2027 ein deutsches Heimspiel und findet auf der Messe der Rheinmetropole Düsseldorf statt.
Welche Chancen sich daraus ergeben können, zeigen die Beispiele von Moritz Wagner aus Weißenhorn und Tobias Kelz aus Stötten am Auerberg. Beide empfahlen sich über die Deutsche Meisterschaft im Handwerk für die internationalen Wettbewerbe. Moritz Wagner gewann als Möbelschreiner bei den EuroSkills2025 im dänischen Herning eine Goldmedaille für Deutschland. Tobias Kelz holte ebenfalls als Möbelschreiner jüngst Gold bei den WorldSkills in Shanghai in China (Bericht auf Seite 8). Die Erfolge machen deutlich, wie weit der Weg mit einer erfolgreichen Ausbildung führen kann.
Allerdings brauche es auf diesem Weg von Anfang an viel Unterstützung, so HWK-Präsident Rauch. Hinter jedem Erfolg stünden Ausbildungsbetriebe und ihre Ausbilderinnen und Ausbilder, die junge Talente fördern und begleiten. Rauch dankte deshalb ausdrücklich den Betrieben: „Ohne Ihr Engagement und Ihre Unterstützung könnten wir heute keine so tolle handwerkliche Qualität ehren.“



“Ohne das Engagement und die Unterstützung unserer Ausbilderinnen und Ausbilder könnten wir keine so tolle handwerkliche Qualität ehren.“ Hans-Peter Rauch, HWK-Präsident



Ehrennadel für Ausbilder

Besonders gewürdigt wurden bei der Feierstunde auch vier Ausbilder mit der Silbernen Ehrennadel des schwäbischen Handwerks. Die Auszeichnung erhalten Handwerkerinnen und Handwerker, die bereits zum dritten Mal einen jungen Menschen zu einem Kammersieg bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk geführt haben. Sie steht für nachhaltige Ausbildungsqualität und außergewöhnliches Engagement in der Nachwuchsförderung. Die Geehrten haben über viele Jahre hinweg ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergegeben und damit entscheidend zu den Erfolgen des Handwerksnachwuchses beigetragen. Geehrt wurden in diesem Jahr Norbert Schöll vom Kur Cafe Hotel Allgäu GmbH, Richard Raffler von der Firma Hermann Raffler e. K., Thomas Würmser von der Lindstädt Werbetechnik GmbH, Peter Weber von der Spenglerei Weber.

HWK Schwaben

Auszeichnung mit der Silbernen Ehrennadel des Schwäbischen Handwerks (von links): HWK-Präsident Rauch, die Ausgezeichneten Norbert Schöll, Richard Raffler, Thomas Würmser und Peter Weber sowie
HWK-Hauptgeschäftsführer Wagner.





Beleg für Leistungsfähigkeit

Auch HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner hob die Bedeutung der Deutschen Meisterschaft im Handwerk für die berufliche Entwicklung hervor. „Mit Ihren hervorragenden Ergebnissen haben Sie bewiesen, dass Sie in Ihrem Handwerk zu  en Besten gehören. Einen Kammersieg erreicht man nicht nebenbei. Können, Einsatz und vor allem die Bereitschaft, immer noch ein Stück besser zu werden, sind dafür entscheidend.“
Für Wagner sind die Erfolge der Nachwuchskräfte zugleich ein Beleg für die Leistungsfähigkeit der beruflichen Bildung. Engagierte Ausbildungsbetriebe, moderne Bildungszentren und eine starke überbetriebliche Lehrlingsunterweisung bildeten gemeinsam die Grundlage für qualifizierte Fachkräfte und wirtschaftlichen Erfolg. „Die berufliche Bildung ist ein zentraler Bestandteil unserer wirtschaftlichen Zukunft. Wer über Fachkräftesicherung spricht, muss auch über die Rahmenbedingungen sprechen, die gute Ausbildung erst ermöglichen.“

Finanzierung Berufsbildung

Zugleich warb Ulrich Wagner für eine stärkere Unterstützung der beruflichen Bildung. Bildungszentren und Lehrwerkstätten müssten mit den technologischen Entwicklungen Schritt halten können. Dafür brauche es eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung. Investitionen in Ausbildung, Bildungsinfrastruktur und Nachwuchsförderung seien Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Den Geehrten gab Wagner eine klare Botschaft mit auf den Weg: „Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen die Deutsche Meisterschaft im Handwerk als Europas größter Berufswettbewerb eröffnet. Vielleicht beginnt für manche von Ihnen heute der Weg nach Düsseldorf und damit auf die internationale Bühne des Handwerks.“

Listen zu den Kammersiegern finden Sie unter: hwk-schwaben.de/kammersieg

Sascha Schneider

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