Kommunalwahl 2026 in BayernErgebnisse stehen fest
Mit den Stichwahlen am 22. März 2026 ist die Kommunalwahl in Bayern abgeschlossen. Damit stehen die neuen kommunalen Gremien und Führungsspitzen für die kommenden sechs Jahre fest. Für das Handwerk ist diese Wahl von besonderer Bedeutung, da zentrale wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf kommunaler Ebene gestaltet werden.
Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner erklärt: „Mit den neu gewählten Gremien sind die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Jetzt wird entscheidend sein, wie konsequent Themen wie Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung und Infrastrukturentwicklung angegangen werden. Dabei ist wichtig, dass sich auch Vertreterinnen und Vertreter des Handwerks in die politischen Prozesse vor Ort einbringen. Für ihre Amtszeit – ob neu gewählt oder im Amt bestätigt – wünschen wir allen Gewählten viel Erfolg und gute Entscheidungen im Sinne der Region“.
Kommunale Entscheidungen mit direkter Wirkung
Im Zuge der Kommunalwahl wurden in den Städten und Gemeinden Oberbürgermeister und Bürgermeister sowie Stadt- und Gemeinderäte gewählt. Auf Landkreisebene entschieden die Wählerinnen und Wähler über Landräte und Kreistage. Diese Gremien verantworten unter anderem Haushaltsfragen, Infrastrukturprojekte, Schulentwicklungen und Bauvorhaben.
Für das Handwerk spielen kommunale Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle. Themen wie Bauleitplanung, Genehmigungsverfahren, Gewerbeflächen oder kommunale Abgaben beeinflussen direkt die tägliche Arbeit von Betrieben.Im Vorfeld der Wahl wurden daher wichtige Handwerksthemen von der Handwerkskammer für Schwaben adressiert. Dazu zählen insbesondere:
- Infrastruktur und Mobilität
- Standortpolitik
- Steuern und Abgaben
- Bürokratie
- Bildung und Fachkräftesicherung
- Energieversorgung
Ergebnisse und Entwicklungen
Die Wahl hat in mehreren Städten und Landkreisen in Schwaben zu personellen Veränderungen geführt. In Günzburg wurde mit Michael Jahn ein neuer Oberbürgermeister gewählt, der mit 30 Jahren als jüngster Amtsinhaber in Bayern gilt. In Augsburg fiel die Entscheidung in der Stichwahl zwischen Eva Weber und Dr. Florian Freund für den SPD-Kandidaten Freund. Auch in mehreren Landkreisen wurden Landräte erst im zweiten Wahlgang bestimmt, insbesondere dort, wo die bisherigen Amtsinhaber nicht erneut kandidiert hatten.
In einzelnen Regionen kam es zu Besonderheiten: In den Landkreisen Neu-Ulm und Dillingen wurden turnusgemäß keine Landräte gewählt. In Memmingen stand ebenfalls keine Oberbürgermeisterwahl an, da Amtsinhaber Jan Rothenbacher erst 2023 gewählt wurde.
Oberbürgermeister in Schwaben:
| Augsburg | Dr. Florian Freund (SPD) |
| Dillingen | Frank Kunz (CSU) |
| Donauwörth | Jürgen Sorrè (parteilos) |
| Günzburg | Michael Jahn (SPD) |
| Kaufbeuren | Stefan Bosse (CSU) |
| Kempten | Christian Schoch (FW) |
| Lindau | Dr. Claudia Alfons (parteilos) |
| Neu-Ulm | Katrin Albsteiger (CSU) |
| Nördlingen | David Wittner (parteilos) |
Landräte in den Landkreisen:
| Aichach-Friedberg | Dr. Marc Sturm (FW) |
| Augsburg | Martin Sailer (CSU) |
| Donau-Ries | Michael Dinkelmeier (FW) |
| Günzburg | Dr. Hans Reichart (CSU) |
| Lindau | Elmar Stegmann (CSU) |
| Oberallgäu | Christian Wilhelm (FW) |
| Ostallgäu | Bernd Stapfner (FW) |
| Unterallgäu | Alex Eder (FW) |
Standortwettbewerb verstärkt sich
Städte, Gemeinden und Landkreise stehen zunehmend im Wettbewerb um Unternehmen und Fachkräfte. Faktoren wie leistungsfähige Infrastruktur, verfügbare Gewerbeflächen und effiziente Verwaltungsprozesse gewinnen dabei an Bedeutung.
Die neu gewählten Gremien werden sich daran messen lassen müssen, wie sie diese Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren gestalten.
Stand: 23.03.2026