Sascha Schneider, HWK Schwaben

Jugendliche erleben Berufe, die keine KI ersetzen kannHandwerk hat Zukunft

Beim Tag des Handwerks der Handwerkskammer für Schwaben am Berufsbildungs- und Technologiezentrum in Kempten haben rund 100 Jugendliche praktische Einblicke in die Welt des Handwerks erhalten. Schülerinnen und Schüler des Allgäu-Gymnasium Kempten sowie der Sophie-La-Roche-Realschule Kaufbeuren informierten sich über die Vielfalt handwerklicher Berufe, Karrierewege und Weiterbildungsmöglichkeiten und – und konnten selbst aktiv werden.



Sichere Perspektiven im Handwerk

Nach einem Überblick über die Zukunftsperspektiven des Handwerks probierten sich die Jugendlichen in verschiedenen Gewerken aus: im Bäckerhandwerk, bei den Zimmerern sowie im SHK- und im Elektrohandwerk. Dabei standen nicht nur handwerkliches Geschick und Teamarbeit im Mittelpunkt, sondern auch die Erkenntnis, wie krisensicher und zukunftsfähig Handwerksberufe sind. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bietet das Handwerk sichere Perspektiven. Denn viele Tätigkeiten, die praktisches Können, Kreativität und unmittelbare Arbeit am Menschen oder am Bauwerk erfordern, bleiben auch künftig unverzichtbar.

 

Schülerinnen und Schüler mit großen Ehrgeiz dabei

„Ich glaube schon, dass unsere Schülerinnen und Schüler das anspricht“, sagte Lehrer Gerhard Lantenhammer vom Allgäu-Gymnasium. „Mittlerweile ist es nicht mehr selbstverständlich, dass man mit einem Studienabschluss automatisch einen sicheren Job findet. Gefragt sind heute oft auch duale Wege – also beispielsweise die Kombination aus Handwerk und Studium.“

Besonders die praktischen Stationen hätten die Jugendlichen begeistert. „Gerade bei den Zimmerern sieht man, wie viel Freude es macht, mit den Händen etwas zu schaffen. Die Schülerinnen und Schüler wollten alles richtig machen und waren mit großem Ehrgeiz dabei“, so Lantenhammer.

 

KI unterstützt Handwerkerinnen und Handwerker, ersetzt sie aber nicht

Auch das Thema Künstliche Intelligenz spiele bei der Berufsorientierung inzwischen eine wichtige Rolle. „Viele Berufe verändern sich gerade massiv durch Digitalisierung und KI. Aber das Handwerk ist da ein Stück weit fein raus“, erklärte der Lehrer. „KI wird das Handwerk unterstützen – etwa bei der Planung –, aber ersetzen wird sie Handwerkerinnen und Handwerker nicht. Wenn jemand sein Bad renovieren oder ein Dach bauen möchte, braucht es auch in Zukunft Menschen mit handwerklichem Können.“

 

Über den „Tag des Handwerks“

Der „Tag des Handwerks“ ist in Bayern Teil der schulischen Berufsorientierung und für allgemeinbildende Schulen verpflichtend. Ziel ist es, Jugendlichen frühzeitig die Vielfalt der handwerklichen Ausbildungsberufe sowie Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei sollen praktische Erfahrungen helfen, eigene Talente zu entdecken und berufliche Perspektiven jenseits klassischer Studienwege kennenzulernen.

Sascha Schneider

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