Kürzungen bei IntegrationskursenHWK fordert verlässliche Integrationsangebote
In der aktuellen Diskussion um die Finanzierung von Integrationskursen für Geflüchtete bezieht die Handwerkskammer für Schwaben klar Stellung und plädiert für praktikable, an der betrieblichen Realität orientierte Lösungen. Ein pauschales Auslaufen der Kursförderung für bestimmte Gruppen würde nach Einschätzung der Kammer die Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt deutlich verschlechtern und zugleich den Bezug staatlicher Leistungen unnötig verlängern. Besonders kritisch wird bewertet, dass Integrationskurse für Geflüchtete aus der Ukraine sowie für EU-Bürger mit Aufenthaltsrecht in Deutschland nicht mehr im bisherigen Umfang unterstützt werden sollen.
Deutschkenntnisse Grundvoraussetzung für erfolgreiche Beschäftigung
HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner: „Aus unserer Sicht ist der frühzeitige Erwerb von Deutschkenntnissen eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Beschäftigung und wirtschaftliche Selbstständigkeit. Wird die Sprachförderung verzögert oder eingeschränkt, erschwert dies erfahrungsgemäß die Vermittlung in Arbeit und verlängert Integrationsprozesse. Damit Betriebe vorhandene Qualifikationen – auch von Menschen aus der Ukraine – tatsächlich einsetzen können, braucht es weiterhin einen gesicherten Zugang zu passgenauen Sprachkursen.“
Statt Leistungen zurückzufahren, so Wagner, sollte die Politik die Rahmenbedingungen grundlegend verbessern. Dazu zählten schnellere und effizientere Asylverfahren ebenso wie klare Perspektiven für Personen ohne dauerhafte Bleibeperspektive.
Schnellerer Zugang zum Arbeitsmarkt begrüßenswert
Gleichzeitig verweist die Kammer auf die Potenziale des Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das qualifizierten Arbeitskräften aus Drittstaaten den Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung in Deutschland erheblich erleichtert hat. Begrüßt wird darüber hinaus der jüngste Vorstoß des Bundesinnenministeriums, Asylsuchenden einen schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.