Hans-Peter Rauch überreicht Urkunde an Tobias KelzHWK-Präsident ehrt Weltmeister
Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben, hat Schreiner und WorldSkills-Sieger Tobias Kelz bei einem Besuch in seinem Ausbildungsbetrieb, der Schreinerei Jocham in Marktoberdorf, persönlich gratuliert und ihm eine Urkunde überreicht.
Rauch richtete auch einen persönlichen Dank an Schreinermeister und Firmeninhaber Stefan Jocham, der seinen Nachwuchshandwerker über Jahre gefördert und ihm die notwendigen Freiräume für Training und Wettbewerbe ermöglicht habe. Spitzenerfolge wie dieser seien immer auch das Ergebnis einer engagierten Ausbildung und eines Betriebs, der junge Talente unterstütze und fordere.
Handwerksgeschichte geschrieben
Mit dem Gewinn der Goldmedaille bei den WorldSkills in Shanghai hat Tobias Kelz Handwerksgeschichte geschrieben. Bei der Weltmeisterschaft der Berufe setzte sich der Allgäuer gegen die internationale Konkurrenz durch und sicherte sich den Titel bei den Möbelschreinern. Der Erfolg gilt als eine der höchsten Auszeichnungen, die ein junger Handwerker auf internationaler Ebene erreichen kann.
Wie groß die Freude in seiner Heimat war, zeigte sich bereits unmittelbar nach Kelz‘ Rückkehr aus China. In seinem Heimatort erwartete den Weltmeister ein emotionaler Überraschungsempfang, den die Schreinerinnung Kaufbeuren-Marktoberdorf innerhalb kürzester Zeit organisiert hatte. Mit wehenden Deutschlandfahnen, Blasmusik und einem Spalier begeisterter Gratulantinnen und Gratulanten wurde der 21-Jährige in Stötten am Auerberg empfangen. Rund 200 Gäste, darunter Familie, Freunde, Kollegen, Vertreter von Berufsschule, Fachverband sowie Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, waren gekommen, um die außergewöhnliche Leistung zu feiern.
In den Ansprachen wurde deutlich, dass hinter dem Weltmeistertitel weit mehr steckt als handwerkliches Können allein. Trainer, Berufsschule, Ausbildungsbetrieb und Familie hätten gemeinsam ihren Anteil an diesem Erfolg. Als Tobias Kelz schließlich selbst die Bühne betrat, erhoben sich die Gäste zu Standing Ovations. Sichtlich bewegt bedankte er sich bei seinen Wegbegleitern und insbesondere bei der Innung für den gelungenen Empfang.